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brillante Mischung aus Dramatik, Erotik und Tragik

Fokusiert auf die Liebesgeschichte von Cäsar und Cleopatra. Theaterinszenierung JULIUS CÄSAR am 12.3.2011in Kassel

Wenn es nur eine einzelne Intrige wäre, nein, Mord scheint zur Tagesordnung zu gehören. In Händels Oper JULIUS CÄSAR wird der historische Hintergrund um Julius Cäsar und Cleopatra frei behandelt: Cäsar will sich auf ägyptischem Boden mit seinem Gegner Pompejus aussöhnen. Da aber empfängt man den Römer mit dem Kopf des einstigen politischen Rivalen.

Mit diesem morbiden Gastgeschenk erhofft sich der ägyptische König Tolomeo Cäsars Gunst und seine Unterstützung im Kampf gegen Cleopatra. Der aber ist entsetzt. Er bezichtigt Tolomeo des Verrats und straft den Drahtzieher Achilla mit Verachtung, was beide wiederum anfällig macht für einen weiteren hinterlistigen Mordplan. Cäsar selbst soll nun das Todesopfer sein. Doch er entkommt, wenngleich knapp.

Am Ende zeigt Cäsar mit einer Heldentat seine Größe. Er reißt Cleopatra, der inzwischen seine Liebe gilt (sie hatte sich ihm zunächst als Lidia genähert), aus den Fängen ihres Bruders Tolomeo. Nachdem auch noch Sextus, Sohn des ermordeten Pompejus und der Cornelia, den Tod des Vaters rächen konnte, krönt Cäsar Cleopatra zur Königin Ägyptens.

Händel und sein Librettist fokussieren hier auf die Liebesgeschichte von Cäsar und Cleopatra. Dazu setzen sie auf eine brillante Mischung aus Dramatik, Erotik und tragischen Momenten, die sie mit Humor schärfen, etwa wenn Cäsar seinen ersten Auftritt mit dem unverwüstlichen »Ich kam, sah und siegte« pariert.

HERCULES, ORLANDO und JULIUS CÄSAR: In dieser Reihenfolge hat das Staatstheater Kassel begonnen, drei ganz unterschiedliche Werke aus drei Schaffens-Jahrzehnten des barocken Meisterkomponisten zu präsentieren, in denen dieser es jedes Mal vermochte, musikalisch neue Menschenbilder zu entwerfen.

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