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zeughaus-Mensa

Flashmop-Aktion in Heidelberg - Junge Leute für Musik begeistern

Es begann mit dem euphorischen Ausruf „Freude“: Am Donnerstag (5. Februar) gegen 12 Uhr erlebten die Besucher der zeughaus-Mensa im Marstall ein besonderes Mittagessen. Mehr als 100 Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger des Collegium Musicum der Universität Heidelberg hatten sich zu einem Flashmob zusammengefunden. Aufgeführt wurde die berühmte Vertonung von Schillers Ode „An die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie.

Einige verwunderte Gesichter gibt es schon, als vereinzelt Musiker von ihrem Essen aufstehen und unvermittelt anfangen, kurze Bruchstücke von Melodien zu spielen. Dazwischen immer wieder aus verschiedenen Ecken der Mensa der Ruf „Freude!“. Doch spätestens, als alle Musikerinnen und Musiker gemeinsam einstimmen, ist allen Gästen der Mensa bewusst, dass sie gerade in einen Flashmob geraten sind. Ein Lächeln macht sich breit.

Flashmop-Aktion in Heidelberg

Nach nur knapp vier Minuten ist der musikalische Überraschungsangriff schon vorbei und wird mit tosendem Beifall bedacht. Jetzt geben sich auch die Initiatoren zu erkennen: Von einer Empore wird ein Tuch der Aufschrift „Musikfestival Heidelberger Frühling“ und MLP entrollt. Die doppeldeutige Überschrift auf dem Banner: „Nachschlag?“

junge Menschen zur Klassik zu bringen

„Alle bemühen sich darum, junge Menschen zur Klassik zu bringen“, so Festivalintendant Thorsten Schmidt, „wir versuchen es mal umgekehrt.“ Die Idee entstand in einem gemeinsamen Brainstorming mit dem Finanz- und Vermögensberater MLP, seit im dritten Jahr Hauptförderer des Festivals. „Wir finden es super, dass wir für den ‘Frühling’ ein echter Partner sind“, freut sich Thomas Freese, Marketingleiter bei MLP. „Es macht unheimlich Spaß, gemeinsam unkonventionelle Projekte zu entwickeln. Und wenn sie sich dann noch an junge Studierende richten, passt das wunderbar zu uns.“

Für die Idee waren schnell tatkräftige Mitstreiter und Unterstützer gefunden. Universitätsmusikdirektor Michael Sekulla und sein Orchester und Chor waren sofort begeistert und haben in den vergangenen Wochen so manche Extraprobe eingelegt. Natürlich musste auch heimlich vor Ort in der zeughaus-Mensa geübt werden – außerhalb der Öffnungszeiten, versteht sich. Hier war es die Unterstützung des Studierendenwerks Heidelberg, das ganz unbürokratisch das Unmögliche möglich machte. Selbst für das musikalische Arrangement fand sich ein Unterstützer: Studierende der Kompositionsklasse von Professor Andreas N. Tarkmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim brachten Beethovens berühmtes Werk in eine Flashmob-gerechte Form und Länge.

So manche Handykamera wurde beim Flashmob gezückt, und so findet man im Internet unter dem Suchbegriff #HDFlashmob sicher demnächst das eine oder andere Video der Aktion. Auch einen professionell aufbereiteten Film wird es geben, denn der Flashmob wurde mit insgesamt zehn versteckten Kameras aufgezeichnet. Ab Sonntag, dem 8. Februar, 18 Uhr findet man das Video unter www.heidelberger-fruehling.de. Teilen erwünscht!

Pressekontakt:

Karsten Füllhaase, Leitung Marketing & Kommunikation

Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH

Friedrich-Ebert-Anlage 27 | D - 69117 Heidelberg

karsten.fuellhaase@heidelberg.de