Spuren verfolgen uns und wir verfolgen sie, permanent. Abdrücke, Materialablagerungen – Relikte, die auf eine frühere Anwesenheit hinweisen. Ganz egal, wo wir uns aufhalten, wir stoßen stets auf Hinterlassenschaften anderer Personen, Kreaturen und Ereignisse. Sie alle erzeugen nachvollziehbare Spuren. Unsere bloße Präsenz an einem Ort ist aufgrund unbeabsichtigt hinterlassener Zeichen später rekonstruierbar. Wir sehen Zeichen, versuchen uns in deren Auslegung oder Verfolgung – kurz werden als Spurenleser aktiv. Doch gleichzeitig wirken wir als Spurenleger, denn jedes Fortbewegen erzeugt automatisch Fährten. Die Unaufmerksamkeit des Spurenlegers wiederum regt die Aufmerksamkeit des& Spurenlesers an.
Die Ausstellung Fische hinterlassen keine Spuren widmet sich der Erscheinung der Spur in der zeitgenössischen Kunst. Sie vereint verschiedene künstlerische Positionen, um diesen manchmal sichtbaren, manchmal ungreifbaren Zeichen nachzugehen. Spurenleger oder -ausleger, Beobachter, Agierender oder Deuter – eines ist allen Arbeiten gemein: Es handelt sich nicht nur um Auseinandersetzungen mit diversen Erscheinungsformen der Spur, sondern die Künstler selbst nutzen die Taktik des Spurenlegens. Sie ködern den Betrachter, verleiten ihn, die gelegte Fährte zu verfolgen und ziehen ihn so ins Geschehen. Sie lassen ihn ganz buchstäblich zum Spurenleser werden.
Fische hinterlassen keine Spuren wird gefördert vom Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen.
Mit Mircea Cantor // Igor Eškinja // Sofia Hultén // Barbora Klímová // Ján Mančuška // Jonathan Monk // Lutz-Rainer Müller
Dauer der Ausstellung bis zum 2.5.2010
Kontakt
Künstlerhaus Bremen
Am Deich 68/69
28199 Bremen
Telefon: 0049.(0)421.508 598
E-Mail: buero@kuenstlerhausbremen.de
Öffnungszeiten
Mi - So 14.00 - 19.00 Uhr
Links
http://www.kuenstlerhausbremen.de/fische-hinterlassen-keine-spuren/

