Gesellschaft Freunde der Künste

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vom 9. Oktober bis 2. Januar 2011

Filmmuseum Düsseldorf: Im Fadenkreuz - 40 Jahre "Tatort" - Erste Ausstellung über eines der erfolgreichsten Kapitel der deutschen Fernsehgeschichte

Das Filmmuseum Düsseldorf widmet der Reihe "Tatort" die deutschlandweit erste Ausstellung. Anlass ist der 40. Geburtstag dieser einzigartigen Erfolgsstory im deutschen Fernsehen. Die Ausstellung "Im Fadenkreuz - 40 Jahre Tatort" wird vom 9. Oktober bis 2. Januar in der NRW-Metropole präsentiert.

Museumsdirektor Bernd Desinger und Kurator Matthias Knop ermittelten monatelang in den Archiven der beteiligten Fernsehanstalten und Produktionsfirmen, bei privaten Sammlern und in Polizeidienststellen.

Herausgekommen ist dabei die erste umfängliche Gesamtschau der erfolgreichsten Filmreihe der deutschen Fernsehgeschichte, die in Partnerschaft mit dem WDR und der Unterstützung anderer Sendeanstalten der ARD entstand.

Durch Video-Installationen, über 600 akribisch ausgewählte Fotos und zahlreiche Requisiten wird dem Besucher die Gelegenheit gegeben, sich nicht nur herausragende Folgen aus vier Jahrzehnten wieder in Erinnerung zu bringen, sondern das Phänomen "Tatort" unter verschiedenen Aspekten auch neu zu betrachten.

Drehbücher, Einsatzpläne und andere Produktionsunterlagen verschaffen einen Überblick über den komplexen Entstehungsprozess einer "Tatort"-Folge, der vom Aufwand her manchen Kinofilm übertrifft.

Die Ausstellung konfrontiert den Besucher mit einem nachgestellten "Tatort"-Szenario: Ein Kripo-Büro vermittelt die Arbeitssituation der Kommissare, Verhörraum, Gegenüberstellungswand und erkennungsdienstliche Erfassung wie Foto oder Fingerabdruck lassen in die Rollen von Tätern und Ermittlern schlüpfen.

Ein Spiegel Deutschlands

Als am 27. November 1970 die erste "Tatort"-Folge mit dem Titel "Taxi nach Leipzig" ausgestrahlt wurde, ahnte wohl niemand, dass damit eines der erfolgreichsten Kapitel der deutschen Fernsehgeschichte aufgeschlagen wurde. Das Konzept der Reihe sprengte den üblichen Rahmen:

Von Beginn an ermittelten mehrere Kommissare in unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Die jeweilige Stadt prägte mit ihrer typischen Atmosphäre und Mentalität die Arbeit der Ermittler. Inhaltlich wurden regelmäßig, neben einem spannenden Plot, soziale Probleme und Missstände geschildert. So war und ist der "Tatort" auch stets Spiegel von Entwicklungen in der deutschen Gesellschaft.

Doch auch ästhetisch stellte die ARD von Beginn an höchste Ansprüche. So engagierte man für "Tatort"-Folgen vielfach renommierte Kino-Regisseure. Andererseits gab man einer Reihe junger Nachwuchs-Filmemacher eine Chance, die später im großen Kino zu Ruhm gelangten.

Hervorragende Schauspieler prägten und prägen einzelne Ermittler oder hatten Gastauftritte als deren zwielichtige Gegenspieler, andere begannen beim "Tatort" ihren Werdegang.

Begleitend zur Ausstellung wird in der Black Box, dem Kino des Filmmuseums eine Reihe mit insgesamt 23 "Tatort"-Folgen zu sehen sein. Unter Schwerpunkten wie "Ausgezeichnet" oder "Gegen den Strich" werden Klassiker, aber auch außergewöhnliche und selten zu sehende Folgen präsentiert.

Das Filmmuseum, Schulstraße 4, ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, mittwochs von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt vier Euro.

(17. September 2010)

www.duesseldorf.de