Startschuss zum 23. Filmfest Dresden am 12. April 2011 um 19.00 Uhr im
Filmtheater Schauburg - 76 Filme kämpfen um neun Goldene Reiter und
weitere Preise - 28 Sonderprogramme zeigen Spektrum des Genres - Jan
Švankmajer kommt - Austauschforum „Perspektiven für den Animationsfilm“ feiert zehnjähriges Jubiläum - Partys ergänzen filmische Angebote
Am 12. April 2011 um 19.oo Uhr ist es soweit: Im Filmtheater Schauburg
fällt der Startschuss zum 23. Filmfest Dresden. An sechs Festivaltagen
werden insgesamt 76 Filme im Internationalen und Nationalen Wettbewerb
um neun Goldene Reiter und weitere Preise kämpfen.
Die Entscheidungen über die Preisträger fällen u.a. eine Internationale und eine Nationale Jury. Aber auch das Publikum wählt seine Favoriten. Die Sieger werden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 16. April im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden gekürt. Anschließend steigt die
Filmfest-Party.
Neben den Wettbewerben bieten 28 Sonderprogramme einen facettenreichen Querschnitt durch das Genre Kurzfilm. Auf dem 23. Filmfest Dresden laufen ca. 300 Kurzfilme aus 33 Ländern. Das Festival endet am 17. April 2011 mit den Preisträgerprogrammen.
Die Spannung steigt, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Nur noch
eine Woche, dann ist Dresden zum 23. Mal im Kurzfilmfieber. Filmemacher
aus der ganzen Welt werden an die Elbe kommen, um ihre Werke dem
Publikum persönlich vorzustellen.
Ab kommenden Dienstag (12. April) wetteifern im Internationalen Wettbewerb 50 und im Nationalen Wettbewerb 26 kurze Streifen um die Gunst der Jurys und des Publikums und damit um Preisgelder in Höhe von insgesamt 63.000 Euro. „Neben vielen Neulingen sind auch bekannte Filmfest-Gesichter unter den Preisanwärtern.
Dazu gehören Daniel Nocke, der 2009 mit ‚Kein Platz für Gerold‘ auf dem Filmfest vertreten war, die Vorjahresgewinnerin des Klangmusikpreises, Shirley Petchprapa, oder auch BLU, der vor zwei Jahren einen Goldenen Reiter mit nach Hause nehmen durfte“, so Katrin Küchler von der Festivalleitung.
Die Jurys sind auch in 2011 wieder hochkarätig besetzt. Die Filme im Internationalen Wettbewerb müssen den kritischen Blicken von Film- und
Fotokünstler Paul de Nooijer aus den Niederlanden, von Ismet Ergün, einer türkischstämmigen Berliner Filmemacherin und Gewinnerin eines Goldenen Reiters (2008) sowie Martin Vandas, einem tschechischen Animationsfilmproduzenten, standhalten.
Die Nationale Jury setzt sich zusammen aus der Filmemacherin Anna Henckel-Donnersmarck, dem Regisseur und Filmproduzenten Thomas Frick und dem Filmkritiker Ekkehard Knörer.
Für das diesjährige Filmfest hatten sich 2.555 Filme beworben. Damit
verzeichneten die Veranstalter die höchste Bewerberzahl seit Gründung des internationalen Kurzfilmfestivals im Jahr 1989.
Neben den zehn Wettbewerbsprogrammen, die das Herzstück des Festivals
bilden, bieten 28 Sonderprogramme Kurzfilmkost für nahezu jede Vorliebe.
So präsentiert „Incidents érotiques“ sieben frankophone Kurzfilme, die
einen unverstellten Blick auf die alltäglichen Zwischenfälle im Spannungsfeld von Liebe, Erotik und Sex werfen.
In „Weibsbilder“ geht es um weibliche Rollenbilder und Lebensentwürfe in der DDR. Im Publikumsrenner „British Focus“ schließlich kreucht und fleucht es in
diesem Jahr über die Leinwand mit dem Animationsfilmprogramm „Birds,
Beasts& Bugs“.
In Kooperation mit dem Deutschen Institut für Animationsfilm (DIAF) und
dem Czech Film Center ist es gelungen, den international bekannten
Filmemacher Jan Švankmajer aus Tschechien nach Dresden zu holen. Er wird
am 15. April 2011 um 15 Uhr zunächst der feierlichen Eröffnung seiner
Ausstellung in den Technischen Sammlungen beiwohnen.
Erstmalig in Deutschland werden Originalcollagen zu seinem aktuellen Film „Surviving Life“ gezeigt. Um 22.00 Uhr wird Švankmajer anlässlich der Aufführung seines Films in der Schauburg zu Gast sein.
Aus einer weiteren Kollaboration mit dem DIAF sind zwei Collagen-Programme entstanden, zu erleben am 13. (20.00 Uhr) und 16. April (22.30 Uhr) im Kino THALIA. In den Collagen-Werken benutzen die Filmemacher vorhandene Bilder und filmische Versatzstücke und setzen sie neu zusammen.
Mit dem „Regionalen Fokus“ bieten das Filmfest Dresden und der Filmverband Sachsen der sächsischen Kurzfilmszene eine Plattform. Im Programm „Neues aus Sachsen“ wird das universelle Thema Liebe facettenreich behandelt. Unter dem Motto „Im Innern des Films“ werden Produktionen laufen, die filmische Mittel zu eigenen Filmen machen.
Eine Besonderheit des Filmfest Dresden ist das Austauschforum „Perspektiven für den Animationsfilm“, das in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet. Das alljährliche Treffen in einer mittel- oder osteuropäischen Stadt und in Dresden dient als Erfahrungsaustausch und Anschubhilfe für internationale Kooperationen.
Das Forum richtet sich insbesondere an junge Filmemacher, die ihren Hochschulabschluss gemacht haben oder an einer Filmhochschule studieren. In den letzten neun Jahren hat das Austauschforum die Trickfilm-Szenen in Prag, Krakau, Tallinn, Budapest, Sofia, Bukarest, Kiew und Belgrad erkundet und junge Animationstalente aus ganz Europa und den Nachbarregionen zusammen
geführt.
Zum Jubiläum des Austauschforums werden in einer langen Nacht
des Animationsfilms am Donnerstagsabend (14. April) im Kleinen Haus 3
des Staatsschauspiels Dresden Filme ehemaliger Teilnehmer präsentiert.
Das Programm des internationalen Kurzfilmfestivals ergänzen auch in diesem Jahr Partys und Spezialveranstaltungen, darunter die Filmfest-Eröffnung am 12. April um 19.00 Uhr im Filmtheater Schauburg, den Festival-Clubabend am 15. April ab 20.00 Uhr im Metronom, die Preisverleihung am 16. April um 20.00 Uhr im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden und die Filmfest-Party mit hochkarätigen Acts zwei Stunden später am gleichen Ort.
Wer zwischen oder nach den Filmprogrammen mit Filmemachern oder Schauspielern ins Gespräch kommen möchte, geht am besten in das THALIA, das in diesem Jahr auch Festival-Café und -Treff ist.
23. Filmfest Dresden im Überblick
12. bis 17. April 2011
Eröffnung
12. April, 19.00 Uhr, Schauburg/Leone-Saal
Preisverleihung
16. April, 20 Uhr, Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden
Filmfest-Party
16. April, 22 Uhr, Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden
Tickets
Einzelticket: 6 Euro/ VVK bis 11. April: 5,50 Euro
Kinderprogramme: 3 Euro
5er-Ticket: 24 Euro
Dauerticket (inkl. Katalog): 50 Euro
Eröffnung& Preisverleihung: je 6 Euro
Über das Filmfest Dresden
Das Filmfest Dresden wurde im Frühjahr 1989 gegründet – als Forum
verbotener bzw. selten gezeigter Spielfilme. Der Internationale
Wettbewerb existiert seit 1992. 1998 folgte die nationale Variante. Seit
2004 wird der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis der Sächsischen
Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst vergeben.
Das Filmfest
Dresden versteht sich nicht nur als Fachveranstaltung, sondern in erster
Linie als Publikumsfestival. Neben der Ausrichtung des Festivals
organisiert das Filmfest-Team alljährlich eine umfangreiche Tournee
durch mehrere deutsche Städte, die in den Sommermonaten auch unter
freiem Himmel stattfindet.
www.filmfest-dresden.de
Pressekontakt
Stefan Bast
T: 0351-3745549
M: 0179-6641580
E: bast@filmfest-dresden.de
FILMFEST DRESDEN
International Short Film Festival
Alaunstr. 62
D-01099 Dresden
Germany
fon:+49(0)351.3745549

