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eine zutiefst bewegende Parabel

Film: Der Hauptpreis DER FLIEGENDE OCHSE im Spielfilmwettbewerb geht an den Film: „Über uns das All“ von Jan Schomburg

Jan Schomburg traut sich was. Und das auf virtuose Art und Weise. „Über uns das All“ ist einer der seltenen deutschen Filme, die es schaffen, schockierend ernsten und traurigen Momenten eine große Leichtigkeit entgegenzusetzen. Dabei besticht die brillante Darstellung der Schauspieler, in einem Film, der einen nicht mehr loslässt.

Inwiefern ist die Liebe austauschbar? Inwiefern sind wir, wenn wir lieben, ersetzbar? Wie erschreckend ist die Gewissheit, dass ein Anderer an unsererStelle an die Seite des von uns geliebten Menschen treten könnte, und das gleiche erleben wird,wie wir das taten? Sandra Hüller spielt diese Frau, die das wichtigste in ihrem Leben verliert, mit einer solchen Wucht, einer solchen Präzision und Lebendigkeit, dass es den Zuschauern den Atem nimmt.

Wir erachten es als große Regieleistung von Jan Schomburg, dass er seinen Schauspielern diesen Raum gibt. „Über uns das All“ ist ein außerordentlich unterhaltsamer Film, mit einer zutiefst bewegenden Parabel. Dieser Film wird den Zuschauer über den Kinoabend hinaus begleiten – das größte Geschenk, welches ein Film dem Zuschauer machen kann.

über den Film:

Ein Zufall spielt Martha in die Arme von Alexander. Zu schnell ist sie zu vertraut mit ihm, als würden sie sich schon ewig kennen. Fasziniert von ihrer Unberechenbarkeit und Direktheit, hinter der auch eine große Verletzlichkeit hervor scheint, übt er sich in Geduld und versucht langsam, ihrer Unruhe auf die Spur zu kommen. Mit jedem Mal, wenn sie Bekannte Marthas treffen, die sie entschlossen abfertigt, wird Alexander mehr bewusst, wie wenig er von ihr weiß ... Jan Schomburgs Debütfilm erzählt mit zwei fesselnden Hauptdarstellern liebevoll und berührend von der befreienden Verwandlungskraft neuer Identitäten, die jede neue Liebe mit sich bringt, und gleichzeitig von der Einsamkeit in der Zweisamkeit.

Jan Schomburg 1976 geb. in Aachen / Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel (Film und Fernsehen)/ Studiengang „Filmregie“ an der Kunsthochschule für Medien in Köln /2007 Fernsehfilm Innere Werte / 2008 Stipendium an derAndrzej Waida Master School of Film Directing in Warschau

 

Michaela Skott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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