Einst in Reutlingen als heilig verehrt und bewundert – heute weit verstreut und an unterschiedlichen Orten verwahrt: Kostbarste kirchliche Kunstschätze kehren für diese einzigartige Zusammenschau gotischer Kunst nach Reutlingen zurück.
Zu sehen sind bemalte, mit Blattgold verzierte Heiligenfiguren und Altarschreine aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die prachtvollen Skulpturen stammen aus Kirchen und Kapellen in Reutlingen, Bronnweiler, Ohmenhausen und Rübgarten.
Am Beispiel der lebensgroßen Marienfiguren aus Bronnweiler wird die spätmittelalterliche Frömmigkeit lebendig.
Die wenigen erhaltenen Skulpturen der Reutlinger Marienkirche lassen erahnen, wie reich die Kirche vor dem Bildersturm der Reformationszeit ausgestattet war. Die Bildwerke veranschaulichten die heilbringenden Botschaften für das leseunkundige Kirchenvolk.: Hl. Nikolaus, hl. Jakobus, hl. Katharina – zahlreiche Heilige erzählten ihre Geschichte. Sie wurden bewundert, verehrt und angebetet.
Spannende Einblicke in die spätmittelalterliche Kunstproduktion um 1500 erlauben zwei Altäre aus Ohmenhausen und Rübgarten – die einzigen erhaltenen Werke mit der Signatur des Reutlinger Malers Hans Syrer: Die Skulpturen fertigte der berühmte Bildhauer Niklaus Weckmann in Ulm. Bemalt und vergoldet wurden die Figuren und Schreine in Reutlingen entweder in Syrers eigener Werkstatt oder von weiteren Künstlern.
Die Ausstellung vermittelt neue Einblicke in die kunsthistorische Bedeutung und die religionspädagogischen Funktionen der gotischen „Figuren des Heils“ Reutlinger Herkunft.
Dauer der Ausstellung bis zum 5.02.2010
Kontakt
Heimatmuseum Reutlingen
Oberamteistraße 22
72764 Reutlingen
Öffnungszeiten
- Dienstag bis Samstag
11 Uhr bis 17 Uhr - Donnerstag
11 Uhr bis 19 Uhr - Sonn- und Feiertag
11 Uhr bis 18 Uhr
Links
http://www.reutlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=2310&view=publish&item=article&id=967

