Mannheim/Heidelberg, 1. November 2013 - Königswetter auf dem Heidelberger Schloss. Passend zum »kleinen Jubiläum« in Heidelberg - 20 Jahre Filmfestival werden dieses Jahr gefeiert - strömten unter sternklarem Himmel über 2.000 Kinobesucher am Eröffnungstag in die umgebauten Zelte im Schlossgarten.
Bevor die Leinwand jedoch für den schwedischen Eröffnungsfilm aufging, begrüßten Kulturbürgermeister der Stadt Heidelberg Dr. Gerner, Bürgermeisterin für Bildung, Familie, Kinder, Jugend und Gesundheit Dr. Ulrike Freundlieb und Festivaldirektor Dr. Michael Kötz die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Im Mittelpunkt der Eröffnungsreden stand das Zusammenspiel der Städte Heidelberg und Mannheim, die durch das Internationale Festival Mannheim-Heidelberg entscheidende Impulse in der Metropolenregion Rhein-Neckar setzten, weit über das Land hinaus.
Festival in Deutschland
Erinnert wurde an de wechselvolle Geschichte des Festivals, das durch das Engagement Heidelbergs vor 20 Jahren »gerettet« wurde. »42 Jahre gab es nur in Mannheim ein internationales Filmfestival«, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz, »es begann 1952 als »Mannheimer Kultur- und Dokumentarfilmwoche«, oder auch kurz »MaKuDoFiWo«. Bernhard Grzimek war ein erster Preisträger. Natürlich änderte sich das Filmprogramm bald und diese Filmwoche wurde zum Schauplatz des neuen Autorenkinos in Europa. 1961 musste deshalb auch ein neuer Name her für das Festival: »Internationale Filmwoche Mannheim« und jetzt mit 300 akkreditierten Gästen, 100 davon Journalisten. Dass ging bis 1990, zuletzt mit 30.000 Besuchern und 100 Filmen im Programm.
Dann kam der Neue und änderte 1991 den Namen in »Internationales Filmfestival Mannheim«. Fast wäre das auch die letzte Tat des Neuen gewesen, denn 1992 meinten die Stadträte von Mannheim, so wichtig wäre das Filmfestival nun auch wieder nicht, dass man es nicht auch abschaffen könnte, wenn die Kassen knapp sind. In meiner Not bin ich in Heidelberg vorstellig geworden, wo eine Oberbürgermeisterin namens Beate Weber regierte. Ob sie das Filmfestival haben wolle, hab ich gefragt, und sie hat Ja gesagt, woraufhin es natürlich in Mannheim hieß, so ginge das ja nun nicht. Aber es gab eine salomonische Lösung von geradezu atemberaubender Dynamik und Dimension. Das schiere Gegenteil von Abschaffen aus Geldmangel. Nämlich das Größerwerden, die weltweit einmalige Gründung eines Internationalen Filmfestivals, das in zwei Städten zugleich stattfindet. 1994 war es so weit: Beate Weber und Gerhard Widder eröffneten gemeinsam das 43. und zugleich das erste »Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg«.
Festival in Mannheim und Heidelberg
Es beginnt eine Erfolgsgeschichte mit immer mehr Zuschauern und immer mehr Gästen - und dies unter Beibehaltung eines klaren Profils gegenüber der internationalen Filmbranche.
Passend zur Kernfrage des »IFFMH« 2013 »Jeder eine Geschichte« präsentierte Festivaldirektor Dr. Michael Kötz zur Eröffnung der 62. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg die schwedisch-isländische Produktion »Hemma« des Schweizer Maximillian Hult, der extra mit seinen Produzentinnen Anders Granström und Anna G. Magnusdottier und seinem Kameramann Tommy Lundqvist aus Schweden anreiste.
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1994 war es so weit: Beate Weber und Gerhard Widder eröffneten gemeinsam das 43. und zugleich das erste »Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg«. Quelle: Veranstalter