Gesellschaft Freunde der Künste

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vom 25. bis 29. Mai 2010

FAZiL SAY – Türkische Nächte - Ein Festival in Laeiszhalle, Fabrik, Kulturkirche Altona und Uebel & Gefährlich

In Deutschland haben sich türkischstämmige Protagonisten auf fast allen
Feldern durchgesetzt – man denke nur an den Grünen-Politiker Cem Özdemir, den Bremer Fußballer Mesut Özil, den Regisseur Fatih Akın und den Hamburger »Tatort«-Kommissar Mehmet Kurtulus.

Die Elbphilharmonie Konzerte stellen nun – gemeinsam mit Fazıl Say, dem Multitalent aus Ankara, die türkische Musik ins Rampenlicht. Der in der ganzen Welt gefragte Pianist und Komponist hat unter dem Titel »Fazıl Say – Türkische Nächte / Türk Geceleri« ein fünftägiges Festival zusammengestellt, in dem alle Facetten türkischer Musik zum Tragen kommen: von Klassik über traditionelle Volksmusik bis hin zu den Clubsounds des jungen Instanbul.

»Fazıl Say war sofort bereit, mit uns für Hamburg ein maßgeschneidertes Festivalprogramm auszuhecken«, freut sich Generalintendant Christoph Lieben-Seutter. »So fördern wir nicht nur die türkische Musik, sondern führen auch Menschen an unser Programm heran, die sonst vielleicht nicht in klassische Konzerte kommen. Außerdem können wir einmal mehr die Bandbreite des zukünftigen Programms in der Elbphilharmonie zeigen.«

Den Auftakt nimmt Fazıl Say gleich selbst in die Hand: Mit dem Luzerner
Sinfonieorchester spielt er Camille Saint-Saëns Klavierkonzert Nr. 2. Außerdem
steht Say auch als Komponist auf dem Programm, wenn die energische Geigerin
Patricia Kopatchinskaja sein gefeiertes Violinkonzert »1001 Nights in the
Harem« erklingen lässt.

Im Anschluss bestreiten die beiden gemeinsam mit dem
Percussionisten Burhan Öçal eine nächtliche Session. Auch solo tritt Fazıl Say
in Erscheiung: In der Fabrik spielt er Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung«,
außerdem eigene Balladen und Jazzstücke und seine ganz persönliche Lesart
von George Gershwin.

Kudsi Erguner, Virtuose der Ney-Flöte, nimmt Goethes Gedichtsammlung
»West-östlicher Divan« ganz wörtlich. Mit seinem Ensemble begleitet er zwei
Muezzine aus Istanbul, die die Gedichte im Wechsel mit der deutsch-türkischen
Schauspielerin Sascha Özlem Soydan vortragen.

Ein Abend der türkischen Raritäten steht in der Fabrik an: Der große alevitische
Volkssänger und Altmeister der Saz-Laute, Arif Sağ, führt in die Seele der
türkischen Volksmusik; die für ihre exzentrischen Liveauftritte gefeierte Combo
BaBa ZuLa mit »Oriental Dub« ins Herz des modernen Istanbul.

Zum Finale im Uebel & Gefährlich schließlich kommt Mercan Dede mit seiner
Gruppe Secret Tribe und einem Tanzenden Derwisch. Dede verknüpft den
Klang seiner Ney-Flöte und anderer traditioneller Instrumente mit Elektro-
Sounds und türkischem Rap und bringt die Sufi-Spiritualität seiner Heimat so in
die westliche Clubbing-Szene.


Programm

Dienstag, 25. Mai 2010 / »1001 Nights in the Harem«
20.00 Uhr, Laeiszhalle, Großer Saal
Patricia Kopatchinskaja Violine
Fazıl Say Klavier
Luzerner Sinfonieorchester
Ibrahim Yazıcı Dirigent
Ulvi Cemal Erkin: Kocekce
Fazıl Say: Violinkonzert »1001 Nights in the Harem«
* * *
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper »Die Entführung aus dem Serail«
Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 2 g-moll op. 22
€ 55 / 47 / 37 / 26 /14 / 7


Dienstag, 25. Mai 2010 / »Nachtkonzert mit Improvisationen«
22.45 Uhr, Laeiszhalle, Großer Saal
Patricia Kopatchinskaja Violine
Fazıl Say Klavier
Burhan Öçal Percussion
€ 12 (Für Besucher des Konzertes um 20.00 Uhr ist der Eintritt frei.)
Mittwoch, 26. Mai 2010 / Fazıl Say presents: Kudsi Erguner Ensemble
20.00 Uhr, Kulturkirche Altona
Kudsi Erguner Ensemble
Kudsi Erguner Ney und Leitung
Sascha Özlem Soydan Sprecherin
»Ghazals« (Gedichte) aus Goethes West-Östlichem Divan musikalisch
interpretiert vom Komponisten und Ney-Virtuosen Kudsi Erguner und seinem
Ensemble
€ 29 / 25 / 21


Donnerstag, 27. Mai 2010 / »Bilder einer Ausstellung«
20.00 Uhr, Fabrik
Fazıl Say Klavier
Modest Mussorgsky: »Bilder einer Ausstellung«
* * *
Fazıl Say:
Black Earth
Paganini Jazz
Alla Turca Jazz
Drei Balladen
Inside Serail
George Gershwin/Fazıl Say: Summertime Fantasy
€ 20


Freitag, 28. Mai 2010 / Fazıl Say presents: Arif Sağ & BaBa ZuLa
20.00 Uhr, Fabrik
1. Konzertteil: Arif Sağ Gesang und Saz
2. Konzertteil: BaBa ZuLa mit Oriental Dub, Reggae, Elektronik und Bauchtanz
mit Levent Akman, percussion, Murat Ertel, Saz und Gesang, und Coşar Kamçı,
Darbuka, sowie Ceren Oykut, Gesang
anschließend Clubbing mit DJ Bedo & Friends
€ 20


Samstag, 29. Mai 2010 / Mercan Dede & Secret Tribe
20.00 Uhr, Uebel & Gefährlich
Mercan Dede Elektronics und Ney
Secret Tribe
€ 20


Geboren 1970 in Ankara, Türkei, studierte Fazıl Say Klavier und Komposition
am dortigen Staatlichen Konservatorium. Ein Stipendium ermöglichte es dem
damals 17-Jährigen für fünf Jahre in Düsseldorf mit David Levine am Robert-
Schumann-Institut zu arbeiten.

Von 1992 bis 1995 setzte er seine Studien am Berliner Konservatorium fort. 1994 gewann er die Young Concert Artists International Auditions, was den raschen Start seiner internationalen Karriere bedeutete.

Seine Diskographie umfasst Gershwins »Rhapsody in Blue« und »I got
Rhythm Variations« mit den New York Philharmonic und Kurt Masur, ein Bach-
Recital sowie Strawinskys eigene Bearbeitung für 4 Hände des »Le Sacre du
Printemps«, eine Aufnahme, bei der Fazıl Say beide Parts spielt.

Neben zahlreichen internationalen Auszeichnungen wurde diese Einspielung 2001 mit dem Echo-Preis Klassik und dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

2008 war Say als Pianist zu den Feierlichkeiten des 60. Jahrestags der Gründung Israels eingeladen, spielte bei den Festivals in Edinburgh, Athen, Montpellier, beim Prager Sommer, Cannes-Festival u. v. a., hatte carte blanche beim Verbier- Festival und beim Jazz-Festival Montreux, Konzerte in der Londoner Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Wien, Tonhalle Zürich, Suntory Hall Tokyo, Châtelet Paris, Herodes Atticus-Theater Athen u. v. a. Im Konzerthaus Dortmund setzte er seine fünfjährige Artist-in-Residency fort.

Zum Abschluss 2008 gastierte Say mit einer 3 1/2-wöchigen Tournee in Japan mit einem fünftägigen Say-Festival in Tokyo als Höhepunkt und anschließenden
Konzerten in China.

Für 2008 wurde er u. a. mit Paul Cuelho von der EU zum Botschafter des
interkulturellen Diaolgs ernannt. Derzeit schreibt Say eine Cellosonate für
Mischa Maisky und bereitet einen weiteren Soundtrack für einen italienischen
Film vor.


Veranstalter der Elbphilharmonie Konzerte:


HamburgMusik gGmbH – Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg
Generalintendant: Christoph Lieben-Seutter
Kaufmännischer Geschäftsführer: Dr. Gereon Röckrath

Informationen, Abonnements und Karten unter www.elbphilharmonie.de
und im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3,
20095 Hamburg, Tel: + 49 40 357 666 66, Fax + 49 40 357 666 888,
kulturcafe@elbphilharmonie.de


Pressekontakt:


Nataly Bombeck und Nadin Hanzig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon: +49 40 357 666-49, Fax: +49 40 357 666-55
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