Gesellschaft Freunde der Künste

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Premiere - Freitag, den 23.09.2011, 19.30 Uhr

Faust - Ein Drama der Weltliteratur am Staatstheater Wiesbaden - Ein Mann, der sein langes Leben der Forschung widmete, zu Ruhm und Ehren kam

Dr. Johann Faust ist ein zutiefst zerrissener Mensch. Einer, der sich vorgenommen hat, die Welt in ihrem Ganzen zu erfassen – nicht mehr und nicht weniger. Ein Mann, der sein langes Leben der Forschung widmete, zu Ruhm und Ehren kam und doch aus lauter Verzweiflung den Freitod erwägt.

Weil er die Grenzen der Wissenschaft nicht sprengen kann, will er diese letzte überschreiten. Faust, der Mann mit den zwei Seelen, wird zum Objekt im Spiel der Mächte. Gott und Teufel schließen eine Wette ab – ist er noch zu retten oder längst für den Himmel verloren?

Mephisto erscheint, und Faust ist das recht, denn nun erhofft er sich das Ende seines irdischen Leidens. Eine zweite Wette gilt: Wird er zum Augenblicke sagen ‚Verweile doch, du bist so schön‘, dann hat er endlich zu sich gefunden, dann kann der Rest die Hölle sein.

Bei dem jungen, unbedarften Gretchen sucht Faust die vollkommene Erfüllung. Seine unbändige Gier ist Gretchens Tod. Er vernichtet dieses Geschöpf, das, so ganz anders als er, die Gabe hat, eins mit sich selbst zu sein.

In keinem anderen Drama der Weltliteratur wird die Conditio Humana so umfassend befragt wie in Goethes ‚Faust‘. 1806 schloss Johann Wolfgang von Goethe den ersten Teil der Tragödie ab, nach mehr als dreißig Jahren Arbeit daran.

Inspiration fand er in der uralten Sage vom Doktor Faustus, und so vereinigt die ganze Fülle dieses Schauspiels mittelalterliche Motive mit aufklärerischem Gedankengut.

Neben der Faszination am Transzendentalen treibt Faust die Suche nach Erkenntnis, der Forschungsdrang des aufgeklärten, des modernen Menschen, und damit berührt Goethes Text ethische Aspekte, die uns heute mehr denn je beschäftigen. Und er stellt die älteste aller Fragen: Was ist Glück?

Tilman Gersch, Regisseur und Mitglied der Schauspielleitung am Staatstheater Wiesbaden, hat sich in der Spielzeit 2010/2011 vor allem der zeitgenössischen Dramatik gewidmet: der Erstaufführung ‚Der Turm‘ nach dem Roman von Uwe Tellkamp und der Uraufführung ‚Das wollt ihr nicht wirklich‘ von Bettina Erasmy.

Zur Eröffnung der neuen Schauspielsaison setzt er sich im Großen Haus mit einem, wenn nicht sogar dem Hauptwerk der deutschen Klassik auseinander.

Der Tragödie erster Teil

Von Johann Wolfgang von Goethe

Premiere

Freitag, den 23.09.2011, 19.30 Uhr

Großes Haus

Sonntag, den 02.10.2011, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 13.10.2011, 19.30 Uhr

Freitag, den 21.10.2011, 19.30 Uhr
Dienstag, den 25.10.2011, 19.30 Uhr
Sonntag, den 13.11.2011, 19.30 Uhr
Donnerstag, den 17.11.2011, 19.30 Uhr
Montag, den 28.11.2011, 19.30 Uhr

InszenierungTilman Gersch
Bühne und KostümeHenrike Engel
MusikBernd Jestram
DramaturgieAnika Bárdos
Mit:
FaustRainer Kühn
 Nils Kreutinger
MephistoUwe Kraus
 Viola Pobitschka
MargareteVerena Güntner
MartheMonika Kroll
Wagner / AltmayerWolfgang Böhm
Valentin / Brandner Marcus Widmann
Der Herr / Frosch / KaterBenjamin Krämer-Jenster
Hexe / SiebelMartin Müller
Engel / Erdgeist / Volk / Tiere / Hexen / Irrlichter / Geister

 

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