Der Kunstverein München freut sich, die erste umfangreiche Einzelausstellung des aufstrebenden Künstlers Tobias Madison (*1985, Basel) zu zeigen.
Seine multidisziplinäre Arbeitsweise ist von einer künstlerischen Praxis inspiriert, die die Grenzen von Form, Kontext und Kritik fortlaufend hinterfragt. Die Ausstellung im Kunstverein München bietet dem Betrachter einen Einblick in Madisons vielseitiges Werk, seine unterschiedlichen Arbeitsweisen und Produktionsprozesse, innerhalb derer Design und Lifestyle mit künstlerischer Identität verschmelzen.
Leitfaden für den Aufbau und die Entwicklung der Ausstellung ist ein Zitat des US-amerikanischen Milliadärs Donald Trump: „Do it to do it“, das als Referenz zu den von Madison verwendeten Materialien und Objekten gesehen werden kann.
Tobias Madison steht stellvertretend für seine Generation, indem er als Fadenzieher und Hauptakteur vieler künstlerischer und intellektueller Kollaborationen innerhalb der Schweiz und über ihre Grenzen hinaus fungiert. Sein Interesse an soziokulturellen Phänomenen per se sowie an der Kunstgeschichte manifestiert sich in einer Bandbreite verschiedenster Projekte, so ist er beispielsweise Mitbegründer des Baseler Ausstellungsraums New Jerseyy (Daniel Baumann, Emanuel Rossetti und Dan Solbach) und gründete 2009 zusammen mit Emanuel Rossetti und Martin Jaeggi das Ettore Sottsass Museum, dessen Ziel es ist, eine Sammlung von Objekten und Informationen von und um den Memphis-Entwerfer Ettore Sottsass zu etablieren, zu präsentieren und zu vermitteln.
In seiner Arbeit „Yes I Can! The Movie: A Preview“ kombiniert Madison übermalte Flaggen und einen Kurzfilm aus dem Jahr 2009. Dieser Roadmovie dokumentiert die Reise des Künstlers von der Schweiz nach Hong Kong.
Madison nahm den Slogan der Werbebanner der Hotelkette Radisson: „Yes I Can!“ beim Wort, entfernte die Banner in den Hotels auf seinem Weg und nahm sie mit.
Im Rahmen seiner Ausstellung im Swiss Institute, New York beauftragte er befreundete Künstler, die gesammelten Flaggen in den Farben der Firmen zu bemalen, die den Tripp finanziell unterstützt hatten.
„Yes I Can!“ wird so zum Slogan eines selbstregierten Kapitalismus, in dem die
involvierten Parteien die Regeln selbst festlegen und zu jedem Zeitpunkt verändern können.
Die Ausstellung im Kunstverein München wird – der künstlerischen Praxis Madisons entsprechend – nicht im klassischen Sinne als Einzelausstellung kuratiert, sondern wird vielmehr den diversen Produktionsstrategien und
Akteuren seines Schaffens Rechnung tragen und in der Manier einer Gruppenausstellung präsentiert.
25. September – 21. November 2010
Pressekontakt:
Kajana Wagner
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t +49 89 200 011 35
Foto:Tobias Madison Hydrate & Perform, 2010, exhibition view, Swiss Institute, New York, courtesy the artist and Karma International

