„Tradition!“ Wie ein Ausrufezeichen steht dieser Song ganz am Anfang der wohl berühmtesten Broadway-Produktion der 1960er Jahre.
Eutiner Festspiele
Anatevka, das ist ein kleines jüdisches Bauern-Dorf in der vorrevolutionären Ukraine. In Moskau regiert der Zar über sein Reich. In Anatevka versucht der Milchmann Tevje, seine traditionelle Lebensweise zu bewahren.
Natürlich, es geht um Liebe. Seine Töchter wollen sich nicht von der Heiratsvermittlerin Jente verkuppeln lassen. Plötzlich schicken sich ein verarmter Schneider, ein revolutionärer Student und ein nicht-jüdischer Russe an, seine Schwiegersöhne zu werden. Das ist manchmal fast zuviel für den konservativen, aber auch überraschend feinsinnigen Tevje.
Mit viel hintergründigem Humor, plötzlichen Wendungen und weltbekannten Melodien („Wenn ich einmal reich wär“) versetzt „Anatevka“ die Zuschauer in eine Zeit gesellschaftlicher Umbrüche und Neuorientierung von Leben, Familie, Zukunft.
Freunde der Kunst
„Anatevka“ wurde das erste Musical, das es am Broadway auf über 3.000 Vorstellungen in fast acht Jahren brachte.


Anatevka, das ist ein kleines jüdisches Bauern-Dorf in der vorrevolutionären Ukraine; (c) Pressedienst Ostholstein

