Die junge Organistin Saki Aoki ist für die Orgelliebhaber unter den Philharmonie-Besuchern keine Unbekannte – ganz im Gegenteil, hat sie doch durch ihr Essener Debüt bleibenden Eindruck hinterlassen. Bereits im Dezember 2008 war sie nämlich im Alfried Krupp Saal zu Gast:
Anlass war ein Preisträgerkonzert, bei dem sechs Gewinner internationaler Orgelwettbewerbe ihr Können und ihre Improvisationskünste eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Die 1982 geborene Japanerin freute sich zu diesem Zeitpunkt gerade über drei Preise, die sie kurz zuvor beim renommierten „Grand Prix de Chartres“ gewonnen hatte: den „Grand Prix d’interpretation“, den „Prix du Public“ und den „Prix Gaston Litaize“.
Mit Werken von Nicolas de Grigny und Charles Tournemire begeisterte sie an der großen Kuhn-Orgel derart, dass sie sofort für ein eigenes Rezital eingeladen wurde.
Nun ist es so weit: Mit einem facettenreichen Programm, das Werke vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart umfasst, kehrt sie am Samstag, 6. März 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal in die Philharmonie zurück.
So darf man auf ein neues Werk des in Duisburg lebenden Komponisten Gerhard Stäbler gespannt sein – ein Auftragswerk der Alfred und Cläre Pott-Stiftung mit dem Titel „,Aber’ – Eine Phantasie für Orgel solo“.
Doch auch wahre „Altmeister“ des Tonsatzes kommen zur Aufführung: Von Johann Sebastian Bach spielt Saki Aoki Präludium und Fuge E-Dur, BWV 566 und „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, Dietrich Buxtehude ist mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ vertreten.
Außerdem stehen an diesem Abend Max Regers Introduktion und Passacaglia d-Moll sowie „12 Stücke“, op. 59 auf dem Programm, das mit weiteren Werken von Louis Marchand, Nicolaus Bruhns, Jehan Alain und Jean Langlais abgerundet wird. – Ein anregendes Konzert, das durch die Jahrhunderte führt, ohne auf einen spannenden musikalischen Ausflug in die Gegenwart zu verzichten!
Konzert mit Uraufführung eines Werkes von Gerhard Stäbler am Samstag, 6. März 2010 um 20 Uhr
Karten (Einheitspreis (€): 19,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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