Seit über einem halben Jahr arbeitet eine Gruppe Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger an der Komposition der Uraufführung der Oper „Gilgamesch“. Die ersten Arien sind geschrieben, Chöre arrangiert und Orchesterklänge zur Choreografie erfunden.
Am Dienstag, den 4. Mai 2010 um 17.00 Uhr laden die „Gilgamesch“-Macher gemeinsam mit Sozialdezernent Arno Goßmann in der Adlerstraße 19 zur ersten Begegnung der Komponisten mit den Profi-Sängern des Staatstheaters ein.
Nun beginnt ein neuer spannender Prozess: In der Zusammenarbeit zwischen dem Kompositionsteam um Cornelius Hummel und Ernst August Klötzke und den Opernsängern des Staatstheaters Wiesbaden reift das Werk zu einem vollständigen Ganzen.
Bariton Erik Biegel und Tenor Reinhold Schreyer-Morlock steigen in den Schaffensprozess ein und leihen den Ideen der „Künstler auf Zeit“ ihre Stimme. So kann live nachvollzogen werden, ob das Tonmaterial tatsächlich den Vorstellungen der Komponisten entspricht.
Menschen jeden Alters und jeder Nationalität, Bürger Wiesbadens mit Lust am Theater und an der eigenen Kreativität gehen unter Anleitung der Theaterfachleute ans Werk. Auf der Grundlage des jahrtausendealten Gilgamesch-Epos entwickelten die Teilnehmer ein Libretto.
Dieses dient zur Vorlage für die Komposition. Das so entstandene Werk wird in der kommenden Spielzeit für die Bühne umgesetzt – von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Unterstützung durch Regisseure, Bühnenbildner und dem Hessischen Staatsorchester. Auf diese Weise entsteht aus unzähligen künstlerischen Impulsen ein Gesamtkunstwerk.
Das Projekt „Gilgamesch – Eine Stadt macht Musiktheater“ ist eine Kooperation des Staatstheaters mit dem Amt für Soziale Arbeit Wiesbaden.
Freitag, 4. Mai 2010, 17.00 Uhr, Seniorentreff Adlerstr.19, Wiesbaden
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