Wie mochte das Privatleben Georg Friedrich Händels im damaligen London
ausgesehen haben? Die neue Sonderausstellung im Händel-Haus unter dem Titel „Ich wünschte, die Menschen nicht nur zu unterhalten…“ – Geselligkeiten im London Händels und Hogarts – zeigt dem Besucher mit satirischen Graphiken von und nach William Hogarth (1697–1764) und verschiedenen Leihgaben überraschende Einblicke in die Geselligkeitssphären der englischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts.
Die Sonderausstellung wird am Freitag, den 25. Februar 2011, um 17.00 Uhr im
Kammermusiksaal eröffnet. Unter anderem mit einem musikalischen Programm von Studenten der Gesangsklasse Uta Lesch des Instituts für Musik der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg. Es erklingen Kompositionen von deutschen Zeitgenossen Händels. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik werden die Gäste in die Ausstellung geführt, wo es neben den Originalgrafiken und Leihgaben überraschendeVergrößerungen aus Blättern von Hogarth in einem eindrucksvollen Gestaltungskonzept des halleschen Grafikers Axel Göhre zu sehen gibt.
Georg Friedrich Händel leistete mit seiner Musik vielfältige Beiträge zur Geselligkeit in der Weltstadt London, wobei er sich persönlich in seinem arbeitsamen Schöpfertum eher von den zahlreichen „Events“ und Amusements seines bürgerlichen und aristokratischen Umfeldes fernhielt. Formen der Geselligkeit dienten im damaligen London nicht zuletzt der Information und Selbstfindung des weitgehend vom Hof emanzipierten Bürgertums und boten darüber hinaus allen Ständen Möglichkeiten zu ihrer Unterhaltung und sozialen Verständigung.
Die Sonderausstellung befindet sich im 1. Obergeschoss des Händel-Hauses und ist vom 26. Februar bis 30. Dezember 2011 geöffnet. Die Ausstellung fügt sich gleichzeitig in das Themenjahr „Geselligkeiten“ der Landesinitiative „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert“ und wird vom Land Sachsen-Anhalt sowie vom Freundes und Förderkreis des Händel-Hauses zu Halle e. V. gefördert.
Kontakt
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