Gesellschaft Freunde der Künste

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Podiumsdiskussion im Anschluss an das Programm

Eröffnung des Mannheimer Mozartsommers am 18. Juli, 11.00 Uhr, Nationaltheater Mannheim – Unteres Foyer

Die inspirierende Kraft der Musik Mozarts ist Ausgangspunkt für die Eröffnung des Mannheimer Mozartsommers, bei der sich international renommierte Künstler auf eigene Weise dem Klangkosmos des Komponisten nähern und sich zu eigenen Werken und Performances anregen lassen.

Zwei Uraufführungen für Player Piano (selbstspielendes Klavier) stehen im Zentrum der Eröffnung: Adriana Hölszkys Pegasushat seinen Bezugspunkt in der Klaviersonate A-Dur KV 331. Mit dem letzten Satz derselben Sonate setzt sich Bernhard Lang in seiner Monadologie Xauseinander: Alla turca.

Jürgen Hocker, der das Player Piano bereitstellt, wird am Ende der Eröffnung das Instrument und seine besondere Technik erläutern. Das mechanische Musikinstrument ermöglicht eine Virtuosität und Geschwindigkeit, die von Musikern nicht zu erreichen ist.

isabeella beumer benennt ihre für den Mozartsommer entstandene Performance Email in Untertiteln als „Verschmelzen und Verbindung zweier verschiedener Stoffe und die weltweite kommunikative Verbindung zwischen Menschen“ und „eine realphysische Präsenz in reflektiver Pose der Konstellation gegenseitiger Durchdringung musikalischer und poetischer Bereiche.“

Für Second Hand Mozartdurchstreift der Turntablist Wolfgang Fuchs die Antiquariate und Flohmärkte des Rhein-Neckar-Deltas auf der Suche nach Platten, die aus dem privaten Schrank weiter in die Wühlkisten der Umschlagplätze des „allgemeinen“ Musikgedächtnisses gewandert sind.

In Form eines Schallplattenkonzerts möchte Wolfgang Fuchs seine musikalische „Beute“ mit den Festivalgästen teilen und mit einem ironischen Sicherheitsabstand auf den Spuren Mozarts wandeln. 

Bernhard Langs Werke werden weltweit bei allen wichtigen Festivals für Neue Musik aufgeführt. Er schrieb Musiktheaterwerke für den Steirischen Herbst, das Wiener Mozartjahr, die Staatsoper Unter den Linden Berlin und die Schwetzinger Festspiele.

Sein jüngstes Musiktheater MontezumaFallender Adler erlebte im März 2010 seine Uraufführung am NationaltheaterMannheim. Bernhard Lang arbeitete auch mit diversen Jazzgruppen als Komponist,Arrangeur und Pianist und setzte sich am IEM Graz mit ElektronischerMusik und Computertechnologie auseinander. Er ist Professor für Kompositionan der Kunstuniversität Graz.

Adriana Hölszky hat neben zahlreichen Instrumental- und Vokalkompositionen auch mit Arbeiten für das Musiktheater auf sich aufmerksam gemacht (u. a. an der Staatsoper Stuttgart, der Oper Bonn, bei den Schwetzinger Festspielen und den Wiener Festwochen sowie bei der Münchener Biennale) und

gehört heute zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten. Ihre Kompositionen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie lehrt als Professorin am Mozarteum Salzburg und ist seit 2002 Mitglied der Akademie der Künste (Berlin).

Jürgen Hocker ist einer der wenigen Spezialisten für Player Piano, der mit der Herstellung der Abspielmechanik vertraut ist. Die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten führte ihn europaweit auf Konzertreisen.

Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen über selbstspielende Klaviere und einer Biografie über Conlon Nancarrow. Seine Neueinspielung von Nancarrows Gesamtwerk für Player Piano wurde 2007 mit dem ECHO-KLASSIKPREIS ausgezeichnet.

isabeella beumer, Voice Art Sängerin, Komponistin von Acoustic Arts und Autorin zählt international zu den herausragenden Vokalvirtuosen. Sie studierte interdisziplinäre Musik, Kunst und Literatur in Wien.

Sie arbeitet mit einer ihr eigenen kontemplativen Kommunikation, in extremsten Bereichen der Stimme. Ihr Obertonspektrum gilt als einzigartiges Phänomen. Auftritte führten sie zu nationalen und internationalen Festivals.

Wolfgang Fuchs nutzt seit Ende der 1990er Jahre den Plattenspieler als Musikinstrument, zuerst im freien Spiel von Spontanimprovisationen, später unter Einbeziehung strukturierter und reproduzierbarer Muster im makro- und mikrotonalen Bereich.

Er spielte in unterschiedlichen Formationen auf Festivals wie Wien Modern, Transart / Bozen, Turning Sounds / Warschau, Complicitats / Barcelona, Explore / Bukarest und Ars Electronica / Linz.

MonadologieX(Uraufführung)

für Player Piano von Bernhard Lang

Pegasus(Uraufführung)

für Player Piano von Adriana Hölszky

email [frz. e’ ma : j] (Uraufführung)

Voice art and poetry Performance in Anlehnung an die Zauberflöte und Königin der Nacht

von isabeella beumer

Second Hand Mozart (Uraufführung)

Turntableperformance von Wolfgang Fuchs

Podiumsdiskussion mit den Beteiligten Künstlern im Anschluss an das Programm

Kulinarischer Ausklang mit freundlicher Unterstützung vom See-Hotel und Restaurant Die Ente in Ketsch

Kartentelefon: 0621- 16 80 150, www.mannheimer-mozartsommer.de

Mozartparaphrasen für Player Piano von Adriana Hölszky und Bernhard Lang:

täglich vom 19. – 25. Juli, 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Unteres Foyer 

Sandra Strahonja

Pressereferentin Oper und Schauspiel

Nationaltheater Mannheim

Mozartstr. 9

68161 Mannheim

Tel: 0621 - 16 80 444

Fax: 0621 - 16 80 443

www.nationaltheater-mannheim.de

Sandra.Strahonja@mannheim.de