Am Montag, den 30. August 2010, 20.00 Uhr, Theater Basel, Foyer Schauspielhaus, erinnert das Theater Basel unter dem Titel „Erinnern heisst:vergessen.“ an den kürzlich verstorbenen Künstler Christoph Schlingensief.
„Wenn einer auf der Bühne „Herein“ ruft, dann darf die Tür eben gerade nicht aufgehen. Dann ist es besser, wenn er tot umfällt.“ (Christoph Schlingensief)
Christoph Schlingensief ist tot. Künstler und Prediger, Heiliger und offene Wunde, verschonte er mit seiner Arbeit weder sich noch die Schweiz. Er warf Geld vom Basler Rathaus und rief zum Verbot der SVP auf, gründete Partei und Kirche, führte uns in Versuchung und kämpfte radikal um die Erlösung von dem Bösen.
„Erinnern heisst: vergessen“, schrieb Christoph Schlingensief in seinem letzten Blogeintrag, immer übermalt sich alles im nächsten Moment mit dem nächsten Bild. So schön wie seine Prozessionen können unsere nicht sein, wir nehmen im Sofa sitzend von ihm Abschied, mit seinen Tagebüchern und Filmen, Texten und Erinnerungen in einer „Endlos-Schlinge“. Wir werden ihm nicht gerecht werden, aber wir werden uns an ihn erinnern.
Erinnern heisst: vergessen.
Abschied von Christoph Schlingensief
Mit: Mitgliedern des Schauspielensembles und Menschen, die ihn gekannt haben
Montag, 30. August 2010, ab 20.00 Uhr, Foyer Schauspielhaus, Eintritt frei!
Dr. Michael Bellgardt
Pers. Referent des Direktors
Marketingdirektor und Pressesprecher
Theater Basel
Elisabethenstr. 16
Postfach
CH-4010 Basel
Fon +41 / 61 / 295 14 98
Fax +41 / 61 / 295 14 93
m.bellgardt@theater-basel.ch

