Europas größtes Queer Filmfestival zeigt auch in diesem Frühjahr die Highlights des Queer Cinema, mit Filmen aus USA, Kanada, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Frankreich, Belgien, Niederlande, Ungarn, Spanien, Israel, Mexiko, Hongkong, Thailand, Australien und Japan. Immer mehr Produktionen können mit Stars von Weltrang glänzen, so zum Beispiel die Closing Night mit Nick Nolte, Mena Suvari, Peter Sarsgaard und Sienna Miller!
In der Mitte angekommen: Auch in diesem Kinojahr setzt sich die Tendenz fort, dass lesbisch-schwule Themen keine Randerscheinung mehr darstellen, sondern ins Zentrum des Geschehens gerückt sind: Ohne dabei einen Sonderstatus zu markieren, ist Homosexualität im Film zu einer „Normalität“ geworden.
Als Reminiszenz an dieses über die letzen Jahre gewonnene filmische Selbstverständnis kann man auch das weiter erstarkende Interesse an Themen wie Familie, Kinder und (langjährigen) Beziehungen sehen. Aber auch an einem retrospektiven Blick zurück in die Zeit der (eigenen) Adoleszenz: man/frau setzt sich mit der Jugend und dem Erwachen der Gefühle und der Sexualität mit neugewonnener Selbstverständlichkeit auseinander.
Dass „queere“ Klassiker wiederentdeckt und digital remastered werden, ist ein weiterer Beleg für die nicht mehr von der Hand zu weisende Entwicklung des Queer Film hin zu einem festen Bestandteil des cineastischen Kanons. Und dass dabei die Stories, denen sich die FilmemacherInnen zuwenden, meist doch noch etwas bunter, spannender und neuartiger sind, ist und bleibt ein Glücksfall für das Kino und sichert dem Queer Cinema einmal mehr eine starke und unerlässliche Position.
Infos und Programm unter www.verzaubertfilmfest.com


© Veranstalter