Gesellschaft Freunde der Künste

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Premiere - Montag, den 09.11.2009, 19.30 Uhr

Ensemble Chronophonie - am Staatstheater Wiesbaden

Die Klangfolgen in Kagels ,Acustica’ wirken beim Zuhörer wie Anekdoten. Hier werden ,akustische Kurzgeschichten’ erzählt über die Hervorbringung von Musik mit disparaten, oft minderwertigen Klangerzeugern, die deshalb einer besonders liebevollen Behandlung bedürfen. Die Musik erzählt von ihrer eigenen Grenzüberschreitung.

,Acustica’ verlangt ein Instrumentarium von kaum überschaubarer Fülle und Absonderlichkeit: Nagelgeige, Luftballons, Gaslötbrenner, Lichtschranke, römische Sandalen, Kastagnetten-Tastatur, Hörspiel-Tür und Walkie-Talkie sind nur einige der kuriosen Gerätschaften, die Kagel mit dem Begriff ,experimentelle Klangerzeuger’ versah. Ein nicht nur visuelles, sondern auch hör-bares Spektakel.

,Par une forêt de symboles’ (,Durch einen Wald von Symbolen’) ist eine Komposition für sechs Spieler, die nur grob auf Instrumente festgelegt sind. Vinko Globokar gibt in dem 1986 komponierten Stück zwischen Musik und Theater eine künstlerische Struktur vor, die aus 57 notierten Szenen besteht und in beliebiger Reihenfolge kombiniert und gespielt werden kann. Da dies mathematisch gesehen 57! (57 Fakultät) verschiedene Kombinationsmöglichkeiten ergibt, wird praktisch jede neue Fassung einmalig sein!

Alltagssituationen, innere Zustände, Gedanken und Erinnerungen von Musikern. Diese sind sechs verschiedenen Charakteren zugeteilt, die Globokar selbst einmal folgendermaßen umrissen hat: ,sechs Ausführende ad libitum – ein soeben aus dem Schlaf erwachter Pianist, ein Virtuose, der nur vom ,Immer- Schneller’ träumt, ein einfältiger Melodiker, ein Sänger, der seine Stimme verloren hat, ein von Geräuschen Besessener, ein schmieriger Musikant...’

Premiere

Montag, den 09.11.2009, 19.30 Uhr

Foyer

Mauricio Kagel (1931-2008)
,Acustica’ (1969)

Vinko Globokar (*1934)
,Par une forêt de symboles’ (1986)

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