Zehn Jahre erfolgreiche Stiftungstätigkeit in Düsseldorf und darüber hinaus – so lässt sich die aktuelle Bilanz der Kunstinstitution KAI 10 I ARTHENA FOUNDATION formulieren.
Mit einem komplexen Ausstellungsprogramm zeitgenössischer Kunst im Düsseldorfer Hafen-Areal und einem viel gelobten Collateral Event während der Biennale Venedig 2013, bei der Thomas Zipp mit einer räumefüllenden Installation in einem alten Palazzo gezeigt wurde, hat die gemeinnützige Stiftung sich inzwischen in der deutschen Kunstlandschaft nachhaltig etabliert – und ist in der Kunststadt am Rhein in Ergänzung zu den anderen Ausstellungshäusern ein unverzichtbarer Bestandteil des Kunstangebots geworden.
KAI 10 I ARTHENA FOUNDATION wurde 2008 als ein unabhängiger Ort zur Förderung von zeitgenössischer Kunst von Monika Schnetkamp gegründet.
In Ergänzung zu anderen Ausstellungshäusern in der Region ist KAI 10 bei freiem Eintritt zu regulären täglichen Öffnungszeiten zugänglich und stellt ein innovatives Modell der unternehmerischen Förderung in der Kunst- und Kulturlandschaft dar. Seit der Eröffnung stellten bereits über 150 Künstler*innen im KAI 10 aus.
Renommierte Namen, wie Isa Genzken, Mike Kelley, Rachel Harrison und Heimo Zobernig stehen dabei neben noch nicht etablierten Positionen der jüngeren Generation, wie Kris Lemsalu, Eva Kotátková, Stefan Pfeiffer, Mary-Audrey Ramirez und Andrew Gilbert. Internationale Bekanntheit erlangte das im Düsseldorfer Medienhafen gelegene Ausstellungshaus vor allem durch seine Beteiligung an der 55. Internationalen Biennale von Venedig.
Als Kurator*innen wirkten in den letzten Jahren vor allem Zdenek Felix, ehemaliger Direktor der Deichtorhallen in Hamburg, der 2008 für KAI 10 das Konzept der thematischen Gruppenausstellungen entwarf, sowie Julia Höner und Ludwig Seyfarth.
In der Nachfolge von Zdenek Felix ist Julia Höner seit Februar 2018 auch die künstlerische Direktorin der Institution KAI 10 I ARTHENA FOUNDATION, sie konzipiert auch die aktuelle ars viva-Ausstellung der Preisträger*innen vor Ort. Über ihr kuratorisches Konzept sagt sie:
„Im KAI 10 verhandeln wir Themen, die in der Kunst, aber ebenso in der gesellschaftlichen Diskussion wichtig sind. Die diesjährigen Preisträger*innen des Kulturkreises fügen sich ideal in das Programm vom KAI 10 ein. Wir haben drei unabhängige Präsentationen konzipiert, in denen sich die mediale und inhaltliche Vielfalt der Gegenwartskunst spiegelt.“
Aktuell wird das Jubiläum mit der Ausstellung „ars viva 2019“ in Kooperation mit dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. gefeiert.
Dieser vergibt in diesem Jahr den renommierten ars viva-Preis für Bildende Kunst im Rahmen seiner 67. Jahrestagung in Düsseldorf an Niko Abramidis & NE (*1987), Cana Bilir-Meier (*1986) und Keto Logua (*1988). Seit 1953 zeichnet der Kulturkreis herausragende junge, in Deutschland lebende Künstler*innen aus, deren Arbeiten eine eigenständige Formensprache und ein Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen erkennen lassen.


Düsseldorf 10 Jahre KAI 10 I ARTHENA FOUNDATION. Foto: Gerdes Angst