Hampson-Festspiele in Hamburg! Zum Abschluss seiner Residenz bei den Elbphilharmonie Konzerten legt der große Mahler-Interpret Thomas Hampson noch einmal so richtig los und überrascht uns mit einem multimedialen Komplettpaket. Er beginnt mit dem, was er am besten kann: Mahler singen.
Mit Gustav Mahlers »Des Knaben Wunderhorn« schließt er in der Laeiszhalle den großen Mahler-Zyklus, den er zu Beginn der Saison eingeläutet hat.
Und weiter geht’s mit Hampson und Mahler. Es ist kein Geheimnis, dass der Starbariton nicht nur künstlerisch, sondern auch wissenschaftlich als Mahlerspezialist gilt. Am 2. März können Sie sich bei einem Kolloquium im Liebermann-Studio selbst davon überzeugen.
Am 3. März ist Hampson dann im Abaton-Kino anzutreffen, wo er die Uraufführung von Jason Starrs Film über Mahlers »Auferstehungs-Symphonie« präsentiert. Den krönenden Abschluss bildet das Konzert mit dem NDR Sinfonieorchester am 4. März; zu hören sind unter anderem Mahlerlieder und das Adagio aus der 10. Symphonie.
Direkt im Anschluss heißt es »Vorhang auf!« für einen weiteren Residenzkünstler unserer Saison, den polnischen Pianisten Piotr Anderszewski. Zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen präsentiert sich das sensibel-melancholische Genie in zwei Klavierkonzerten von Mozart.
Und für alle, die ihn schon vorher hören möchten: Wir verlosen exklusiv drei CDs von Anderszewskis neuem Schumann-Album. Schicken Sie einfach bis zum 25. Februar eine E-Mail mit dem Betreff »Piotr Anderszewski« an content@elbphilharmonie.de und beantworten Sie diese Frage:
In welchem Jahr sorgte Anderszewski mit seinem Rückzug im Halbfinale des Klavierwettbewerbs in Leeds für eine Sensation? Die ersten drei Einsender mit der richtigen Lösung bekommen von uns die CD nach Hause geschickt.
Das Quatuor Ebène spielt mit seiner neuen Platte »Fiction« gerade die Pop-Konkurrenz in Grund und Boden. Nach Hamburg kommen die vier frechen Franzosen aber mit einem klassischen Programm, nämlich Beethovens grandiosem cis-moll-Quartett und Musik von Mozart und Borodin
Unsere Elektronomusik-Reihe ePhil scheint vom Geheimtipp zur Pflichtveranstaltung mutiert zu sein, anders können wir uns den Ansturm nicht erklären. Auch das Konzert von Thorsten Soltau ist schon wieder proppevoll. Also rechtzeitig vormerken: Am 7. April kommt der Klangkünstler alva noto. Karten gibt es ab dem 24. März bei der KörberStiftung oder im Elbphilharmonie Kulturcafé.
Der Frühling kommt – zumindest auf der Bühne. Gemeinsam mit dem Hamburg Ballett präsentieren wir Strawinskys »Le Sacre du Printemps«, das größte Skandalstück der Ballettgeschichte, gleich zwei Mal: einmal im Rahmen der Hommage aux Balletts Russes und ein weiteres Mal auf Kampnagel als interaktive 3D-Performance.
On top gibt es exklusive Führungen durch das Ballettzentrum John Neumeier und über die Elbphilharmonie-Baustelle. Mehr Infos gibt’s hier
Tickets für alle Elbphilharmonie Konzerte können Sie direkt über unsere Homepage bestellen. Oder Sie rufen im Elbphilharmonie Kulturcafé an (Tel: 040 / 357 666 66); die Mitarbeiter dort nehmen Ihre Bestellung gerne entgegen.
Ihr Team von Laeiszhalle und Elbphilharmonie
Inhalt
Eine ganze Welt aus Tönen
»Gustav Mahler hat eine ganze Welt aus Tönen geschaffen. Das Rauschen eines Baumes, das Zwitschern eines Vogels, aber auch ein ganz normales Tischgespräch beim Abendessen – das alles findet sich in seiner Musik wieder.« Wer Thomas Hampson über Mahler sprechen hört, kann seine fast kindliche Begeisterung und künstlerische Faszination unmittelbar nachvollziehen.
Noch eindrücklicher ist natürlich, ihn live im Konzert zu erleben. Schon im November geriet sein Liederabend zu einem »Höhepunkt des Mahler-Jahres« (Hamburger Abendblatt). Nun erhöht Hampson den Einsatz mit einem kleinen viertägigen Mahler-Festival.
Im Zentrum stehen ein weiterer Liederabend, der ausschließlich Mahlers »Wunderhorn«-Liedern gewidmet ist, und ein Orchesterkonzert mit dem NDR Sinfonieorchester unter Alan Gilbert.
Hinzu kommen ein Kolloquium, in dem Thomas Hampson seine Konzerte musikhistorisch unterfüttert, sowie die Erstaufführung einer brillanten Musik-Dokumentation über Mahlers Zweite im Hamburger Abaton-Kino – auch sie mit höchst persönlichen Anmerkungen des Starbaritons.
Liederabend
Dienstag, 1. März / 20 Uhr
Laeiszhalle / Großer Saal
Details und Tickets
Kolloquium
Mittwoch, 2. März / 20 Uhr
Rolf Liebermann Studio / Oberstraße 120
Details und Tickets
Film
Donnerstag, 3. März / 19.30 Uhr
Abaton-Kino / Allende-Platz
Details
Konzert NDR Sinfonieochester
Freitag, 4. März / 20 Uhr
Laeiszhalle / Großer Saal
Details und Tickets
Meister der klanglichen Finessen
Unter den Klaviervirtuosen der jüngeren Generation ist Piotr Anderszewski eine besonders schillernde und kompromisslose Persönlichkeit: Von frühester Jugend an hat der Sohn polnisch-ungarischer Eltern, der in Paris aufwuchs, seinen künstlerischen Weg unbeirrt geradlinig verfolgt.
Legendär ist sein Auftritt beim Klavierwettbewerb 1990 in Leeds, den er trotz bester Aussichten auf den ersten Preis abbrach, da er mit seinen Leistungen unzufrieden war. Sein kreativer Eigensinn, sein kühnes Ringen um die Essenz der Interpretation haben sich ausgezahlt:
Anderszewski zählt heute zu den unangefochtenen Meisterpianisten. Mit seinem Spiel rührt er an das Innerste der Musik, vordergründige Effekthascherei lehnt er ab. »Ich versuche nicht, das schon Offensichtliche zusätzlich zu unterstreichen.
Der spezifische, ganz eigene Klang eines Künstlers ist das Entscheidende.« Als Residenzkünstler der Elbphilharmonie Konzerte stellt sich Piotr Anderszewski in der Laeiszhalle in unterschiedlichen Rollen vor.
Den Auftakt macht er am 6. März als Solist zweier Mozart-Konzerte, begleitet wird er dabei vom wohl besten Kammerorchester des Landes: der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Sonntag, 6. März / 20 Uhr
Laeiszhalle / Großer Saal
Details und Tickets
Shooting Stars aus Frankreich
»Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann«, titelte die New York Times nach einem Auftritt des Quatuor Ebène im März 2009. Staunend schildert der Rezensent, wie die vier Streicher zunächst Haydn und Debussy spielten, um nach der Pause unter anderem über die Filmmusik von Pulp Fiction oder Chick Coreas Klassiker Spain zu improvisieren.
Keine Frage, die vier smarten Franzosen bilden die derzeit vielseitigste Boygroup der internationalen Streichquartettszene. Das traditionelle Repertoire leidet dabei keinesfalls unter der Liebe zum Jazz. Im Gegenteil:
Manchmal hat man fast den Eindruck, als würde die Beschäftigung mit der »anderen Seite« auch die Auseinandersetzung mit klassischen Werken inspirieren. In der Laeiszhalle beweisen sie dies und zwar mit gleich drei großen Werken der Streichquartett-Literatur: dem Streichquartett in cis-moll von Beethoven, das nicht nur der Komponist selbst für eines seiner Bedeutendsten hielt, dazu kommt ein Quartett von Mozart und eines von Borodin, der neben seiner Karriere als Chemiker und Mediziner vor allem als Komponist der Romantik bekannt ist.
Samstag, 26. Februar / 20 Uhr
Laeiszhalle / Kleiner Saal
Details und Tickets
Thorsten Soltau – Surrealismus der Klänge
Plunderphonics, das sind minimalistische Collagen aus alltäglichen Schallquellen. Sie bestimmen den Charakter der Musik des experimentellen Elektronikmusikers Thorsten Soltau. Seine halb analogen, halb digitalen Klangwelten bergen surreale Hörstücke und akustische Zitate.
Thorsten Soltau begann vor acht Jahren unter dem Pseudonym Audio Architecture mit ersten Synthesizer-Experimenten. Heute produziert er unter bürgerlichem Namen, lebt und arbeitet in Oldenburg und hat sich in der Elektronik-Musik-Szene fest etabliert.
Freitag, 28. Januar / 20 Uhr
Laeiszhalle / Großer Saal
Details und Tickets
Sacre Dance
Um allen Tanz-Fans einen schönen Frühlingsbeginn zu bereiten, haben sich die Elbphilharmonie Konzerte und das Hamburg Ballett zu einer einzigartigen Kooperation zusammengetan. Im Mittelpunkt steht das seinerzeit skandalöseste und bis heute legendärste Tanzstück der Ballettgeschichte: Strawinskys »Le Sacre du Printemps«.
Mit nur einem Ticket können Sie dieses Ballett zwei Mal erleben: zunächst im Rahmen von John Neumeiers »Hommage aux Baletts Russes« und dann, ganz neu interpretiert von Mediendesigner Klaus Obermaier, in einer multimedialen Verbindung von Tanz und 3D-Videoprojektionen.
Als ideale Einstimmung gibt es dazu eine Führung durch das Ballettzentrum Hamburg mit kurzem Einblick in die Proben und zum Ausklang eine Besichtigung der Elbphilharmonie-Baustelle.
Hamburg Ballett: »Hommage aux Ballets Russes«
Freitag, 25. März / 19 Uhr
Staatsoper Hamburg
Elbphilharmonie auf Kampnagel:
»Sacre 3D«
Freitag, 15. April / 20 Uhr
Kampnagel / K6
Führung durch das Ballettzentrum John Neumeier
Donnerstag, 17. März oder Donnerstag, 24. März
Führung über die Baustelle der Elbphilharmonie
Sonntag, 8. Mai oder Sonntag, 15. Mai
Details
Hamburg Musik gGmbH – Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg
Telefon: +49 40 357 666 0, Fax: +49 40 357 666 43
Email: info@elbphilharmonie.de

