Der Frauenschwarm Liliom ist Ausrufer auf dem Rummelplatz. Als er mit der Dienstmagd Juli anbändelt, weckt das den eifersüchtigen Zorn seiner Chefin Frau Muskat, die ihm kündigt. In einer schäbigen kleinen Bude will er mit seiner Geliebten ein neues Leben beginnen.
Doch zu stolz, um niedere Arbeit anzunehmen, wird er allmählich zum Herumtreiber, Trinker, Schläger und Spieler. Als Juli schwanger wird, beschließt er mit dem Ganoven Ficsur, einen Geldboten zu überfallen. Doch der Plan misslingt und Liliom kann sich der Bestrafung nur durch Selbstmord entziehen. Er kommt vors himmlische Gericht und wird, da er keinerlei Reue zeigt, zu 16 Jahren Fegefeuer verurteilt. Erst danach soll er noch einmal auf die Erde zurückkehren, um ein gutes Werk zu tun. Liliom stiehlt einen Stern und begegnet noch einmal seiner Familie.
Das Leben und Sterben des Rummelplatz-Ausrufers Liliom ist geprägt von großer sozialer Härte, wird aber gleichzeitig mit großer poetische Kraft erzählt; reale und phantastische Ebenen verschränken sich dabei auf besondere Weise. LILIOM ist ein Volksstück und zugleich ein modernes Märchen und Traumspiel, das einerseits die Frage nach der Unverändlichkeit des menschlichen Charakters stellt, andererseits die Schwierigkeit beschreibt, der eigenen Herkunft zu entkommen.
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