Gesellschaft Freunde der Künste

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am Mittwoch, 02. Juni, um 19.30 Uhr

"Ein Mond für die Beladenen" in der Regie von Armin Petras am Schauspielhaus Bochum

Jim Tyrone ist ein Grundbesitzer, Broadwaybummler und verkommener Säufer. Die Wurzel seiner Misere – das unabweisbare Gefühl, verlassen und verloren zu sein – macht ihn erbarmenswert.

Josie, mit dem Prügel in der Hand und der Zärtlichkeit im Herzen, hat das Mundwerk eines rüden Burschen und benimmt sich wie ein verludertes Weib – aber sie ist unantastbar, stolz, jungfräulich und spröde.

Jim bringt es nicht fertig, die Lauterkeit Josies in sein hoffnungslos vergiftetes Leben zu ziehen, und -Josie muss für Jim mehr werden und weniger als eine Geliebte: seine Mutter nämlich, die seine Selbstvorwürfe anhört und ihm vergibt.

Jim spricht es aus: „Wir können die Welt täuschen, doch wir können uns nicht selber etwas vormachen.“ Das Äußerste, was den Liebenden hier an Glück erreichbar ist, besteht darin, dass sie diese Nacht haben und dann auseinander gehen.    

Armin Petras, geboren 1964 in Meschede, siedelte 1969 mit seinen Eltern in die DDR über. Von 1985 bis 1987 Regie-Studium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch“; Mitbegründer der freien Theatergruppe Medea Ost. 1987 Inszenierung von Heiner Müllers "Wolokolamsker Chaussee 1-3“ am Theater Nordhausen.

1988 Ausreise in die BRD. Regieassistent am Frankfurter Theater am Turm (TAT) und an den Münchner Kammerspielen. Nach der Wende Inszenierungen u.a. am Kleist-Theater Frankfurt/Oder, Theater Chemnitz, an den Freien Kammerspielen Magdeburg, am Schauspiel Leipzig, am Nationaltheater Mannheim, am Volkstheater Rostock, an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, am Schauspiel Hannover, an den Münchner Kammerspielen und am Thalia Theater Hamburg.


Armin Petras war von 1996 bis 1999 Oberspielleiter am Theater Nordhausen sowie Hausregisseur in Leipzig und von 1999 bis 2002 Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel. 2002 wechselte er als fester Regisseur ans Schauspiel Frankfurt, wo er von 2003 bis 2006 die Spielstätte in der Schmidtstraße leitete. Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Intendant am Maxim Gorki Theater Berlin.


Er schrieb „Alkestis, mon amour“ nach Euripides (UA 2005), „Mala Zementbaum“ zusammen mit Thomas Lawinky sowie Bühnenadaptionen von Romanen und Novellen wie z.B. „Rummelplatz“ von Werner Bräunig, „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi, „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt, „Als wir träumten“ von Clemens Meyer, „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ von Peter Høeg und „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm. Die meisten seiner Texte inszenierte er selbst.


Armin Petras ist der wichtigste Regisseur für die Stücke des Dramatikers Fritz Kater, dessen „zeit zu lieben zeit zu sterben“ 2003 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde, und für das Kater in der Jahresumfrage der Zeitschrift Theaterheute zum „Dramatiker des Jahres“ gewählt wurde.

Petras’ Inszenierung dieses Stücks wurde, ebenso wie die Uraufführung von „We are camera. Jasonmaterial“ (2003) zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Weitere Stücke von Kater, die Petras inszenierte, sind u.a.: „mach die Augen zu und fliege oder Krieg böse 5“ (UA 2004), „3 von 5 Millionen“ (UA 2005), „Abalon, one nite in Bangkok“ (UA 2006), „Tanzen!“ (UA 2006).

(Quelle: Maxim Gorki Theater Berlin)

Eugene O´Neill

EIN MOND FÜR DIE BELADENEN

Deutsch von Leopardi & Eckstein

Fassung Armin Petras

Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater Berlin 

Regie: Armin Petras

Bühne: Patricia Talacko, Armin Petras
Kostüme: Patricia Talacko

Dramaturgie: Holger Weimar

Mit

Josie Hogan                                               Anja Schneider
Phil Hogan                                                  Thomas Anzenhofer
James Tyrone Jr.                                      Christian Kuchenbuch
T. Stedman Harder                                   Alexander Maria Schmidt

Jörn Denhard
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