Das Thema ist unangenehm, aber leider auch alltäglich: Mobbing in der Schule. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler leiden darunter, nicht wenige Altergenossen sind die Täter – manchmal ohne es zu wissen. Das mobile Jugendstück „Erste Stunde“ von Jörg Menke-Peitzmeyer, mit dem das Schauspiel Essen in der gerade begonnenen Spielzeit in die Schulen geht, widmet sich diesem aktuellen gesellschaftlichen Phänomen, indem es einen Jungen, der einschlägige Erfahrungen mit Gewalt in der Schule gesammelt hat, in einem eindringlichen und schonungslosen Monolog zu Wort kommen lässt.
Inszenierung: Julia Kunert.
Zum Inhalt: Rickert (Halil Yavuz) kommt in eine neue Klasse – nicht zum ersten Mal. Er war bisher immer der Loser und ein beliebtes Mobbing-Opfer. Er weiß also, was ihn erwartet. Die Lehrerin hat er gebeten, draußen zu warten, und nun steht er das erste Mal vor seinen neuen Mitschülern. „Okay, bringen wirs hinter uns. Ich gebe euch fünf Minuten. Fünf von fünfundvierzig, da könnt ihr nicht sagen, ich war nicht großzügig. Fünf Minuten, in denen könnt ihr mit mir machen, was ihr wollt.” Sie dürfen ihn beschimpfen, verprügeln, seine Sachen zerstören, aber danach will er für den Rest der Stunde in Ruhe gelassen werden. Die Klasse geht auf sein „Sonderangebot“ nicht ein, und nach und nach gibt Rickert Details aus seinem bisherigen Leben als Opfer preis.
„Erste Stunde“ wird nach vorheriger Buchung direkt im Klassenzimmer gespielt, was auch bedeutet, dass die zuschauenden Schülerinnen und Schüler direkt angespielt und unmittelbar in die Handlung mit einbezogen werden. Das Stück inklusive Nachbesprechung dauert eine Doppelstunde und ist geeignet ab der 8. Jahrgangsstufe. Preis pro Vorstellung: 100,- Euro.
Kontakt für Schulen: Sabrina Wagner, Künstlerisches Betriebsbüro am Schauspiel Essen,
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