Gesellschaft Freunde der Künste

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sind Sie schon eine Marke?

Eigen-PR von Raphael Brinkert - eine starke Personenmarke

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

sind Sie schon eine Marke? Damit meine ich nicht Ihr Unternehmen. Sondern Sie. Sie persönlich. Wenn nein, sollten Sie sich überlegen, eine zu werden. Denn eine starke Personenmarke hilft nicht nur Ihrer persönlichen Karriere, sondern auch Ihrem Unternehmen.

Agenturchef Raphael Brinkert treibt das Eigenmarketing auf die Spitze. Er hat sich seinen Rufnamen beim Deutschen Marken- und Patentamt eintragen lassen.  Eine Urkunde beweist:

„Rapha“ ist jetzt geschützt. Zumindest wenn die gleichnamige Fahrradbekleidungsmarke nichts dagegen hat. Denn die hat sich dieselbe Marke schützen lassen und weiß vermutlich noch nichts vom Namensvetter.

Brinkert verspricht sich von der Aktion vor allem Eigen-PR. Dafür muss es nicht gleich ein Markenzeichen sein. Eine Social-Media-Strategie reicht völlig.

Die aber sollte jede C-Level-Führungskraft haben, findet Uta Schwaner, Deutschlandchefin von Golin. Es geht darum, Haltung zu zeigen, Kompetenz auszustrahlen und überhaupt sichtbar zu sein.

Twitter und Linkedin sind im B2B-Personenmarketing die wirkungsvollsten Netzwerke. Twitter, als schneller Kanal, hat eher News-Charakter, während sich Linkedin besser für die thematische Positionierung eignet.

Im B2C-Social-Media-Marketing zeichnet sich gerade ein Wechsel ab: Instagram löst Facebook erstmals bei Zielgruppengröße und Engagement ab.

Die Zahlen sind beeindruckend: Laut einer Studie von Socialbakers  verzeichneten die 50 größten Markenprofile auf Instagram fast 20 Mal mehr Interaktionen als auf Facebook.

Nur die Marken selbst haben das noch nicht verinnerlicht und pumpen weiter mehr Geld in Facebook. Dem Netzwerk selbst dürfte es egal sein. Die Kohle landet eh auf demselben Konto.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel