Gesellschaft Freunde der Künste

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Eine Düsseldorfer Perspektive 11.09.2010 – 30.01.2011

Düsseldorf - Kunst der 80er: Blick von außen - Im Rahmenprogramm der Ausstellung "Auswertung der Flugdaten"

Im Rahmenprogramm der Ausstellung "Auswertung der Flugdaten" werden ab dem 29. September Zeitzeugen zu Wort kommen, die während der 1980er Jahre in direktem oder indirektem Kontakt zur Düsseldorfer Kunstszene standen.

Durch unterschiedliche Blickwinkel soll ein vielseitiges Bild der Düsseldorfer Kunstszene der 80er Jahre entworfen werden, um dadurch nicht zuletzt ihre noch heute nachwirkende Lebendigkeit und künstlerische Innovationskraft zu vermitteln.

Programm der Vortragsreihe:

Mittwoch, 29. September 2010, 19.30 Uhr
Lynne Cooke (Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid): Eighties’ Sculpture: an international dialogue;

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 19.30 Uhr
Dr. Ulrich Loock (Museu Serralves, Porto): „Eine Generation von Solitären“

Mittwoch, 17. November 2010, 19.30 Uhr
Podiumsdiskussion mit Dr. Jacqueline Burckhardt (Parkett, Zürich), Prof. Georg Herold (Kunstakademie, Düsseldorf), Prof. Kasper König (Museum Ludwig, Köln), Rüdiger Schöttle (München) und Dr. Julian Heynen (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf)

Mittwoch, 15. Dezember 2010, 19.30
Dr. Hubert Winkels (Düsseldorf) und Frank Köllges (Usch):
Thomas Kling – Einführung und musikalische Lesung

(Aktueller Hinweis: Die angekündigte Lesung mit Ingo Schulze am 8. Dezember muss leider entfallen.)

Die Vorträge finden immer mittwochs um 19.30 Uhr auf der Pizazza in K21 Ständehaus statt. Die Ausstellung "Auswertung der Flugdaten: Kunst der 80er. Eine Düsseldorfer Perspektive" ist jeweils bis zum Beginn der Veranstaltung für Besucher geöffnet.

Auswertung der Flugdaten:
Kunst der 80er. Eine Düsseldorfer Perspektive
11.09.2010 – 30.01.2011
K21 STÄNDEHAUS

Die Ausstellung Auswertung der Flugdaten wirft ein Schlaglicht auf die Kunst der 80er Jahre, wie sie aus Düsseldorfer Perspektive erscheint. In ihr werden Arbeiten von zehn heute international bekannten Künstlern präsentiert, die aus dem Umfeld der Akademie stammen.

Ergänzt wird die Auswahl durch punktuelle Konfrontationen mit Arbeiten von sechs Künstlern aus anderen Ländern mit ähnlichen Haltungen, Zielen und Arbeitsweisen.

Die 80er Jahre werden häufig als konservativ und in der Kunst als ereignislos verkannt. In Wirklichkeit kündigen sich in diesem Jahrzehnt radikale Umbrüche an. Der Ost-West-Konflikt löst sich langsam auf und das Zeitalter der Globalisierung wird in seinen Umrissen deutlich. Eine breitere Öffentlichkeit nimmt die zeitgenössische Kunst in bisher nie gekannter Weise wahr, sie wird nun zu einem wichtigen Teil der Kulturindustrie.

In Düsseldorf übt die Kunst der international ausgerichteten Szene der 60er und 70er Jahre etwa von Bruce Nauman, Daniel Buren, Marcel Broodthaers und anderen im Umkreis von Akademie und Galerien weiterhin ihren Einfluss aus.

Jüngere Künstler wie Schütte, Mucha, Gerdes oder Fritsch vertrauen hier weniger dem scheinbaren Aufbruch einer neo-expressiven Malerei, wie sie damals weite Teile der deutschen Kunst bestimmt hat. Stattdessen versuchen sie, das kritische Potential der Avantgarde aufzunehmen, wollen es dabei aber nachhaltig erweitern und verändern.

So erhalten beispielsweise das Bildhafte, die Metapher, die Erzählung, die Erinnerung und die Inszenierung ein neues Gewicht. In ihrer Kunst reflektiert diese späte Moderne sich selbst, öffnet sich aber gleichzeitig den Themen und Formen der zeitgenössischen Lebenswelt.

Im Zentrum steht dabei die Skulptur in ihren verschiedenen Ausprägungen, aber auch die Fotografie, die von Düsseldorf aus ihre endgültige Positionierung als Bildende Kunst weltweit durchsetzt.

„Auswertung der Flugdaten“ wirft einen konzentrierten Blick auf ein Jahrzehnt, in dem die Düsseldorfer wie die deutsche Kunst von großer internationaler Bedeutung waren. Alle gezeigten Werke stammen aus den 80er Jahren; sie gehören zu den Schlüsselarbeiten, mit denen die Künstler damals das erste Mal an eine größere Öffentlichkeit traten.

Die Ausstellung demonstriert, wie die Künstler in der „neuen Unübersichtlichkeit“ nach dem Ende der Avantgarden zentrale Aspekte der modernen Kunst neu interpretiert und somit bis heute wirkende Impulse für die nach-moderne Situation geben.

Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Das Internet-Angebot ist abrufbar unter www.kunstsammlung.de