Gesellschaft Freunde der Künste

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Ein Fest für Kunstfreunde - bis zum Januar 2011

Düsseldorf feiert Fest der Bildenden Kunst und untermauert ihren Ruf als internationale Kunstmetropole

Ein Fest für Kunstfreunde: Am 10. September gab Oberbürgermeister Dirk Elbers den Startschuss für Düsseldorfs 2. Quadriennale. Zehn Düsseldorfer Museen und Ausstellungshäuser sowie fünf teilnehmende Partner präsentieren nun bis zum Januar 2011 hochrangige Ausstellungen.

Sie erhalten dafür von der Landeshauptstadt erhebliche finanzielle Zuwendungen, denn trotz der allgemeinen Finanzkrise unterstützt die Stadt die Quadriennale mit zusätzlichen Mitteln von rund fünf Millionen Euro.

"Mit diesem Fest der Bildenden Künste", so Oberbürgermeister Dirk Elbers, "untermauert die traditionsreiche Kunststadt ihren Ruf als internationale Kunstmetropole."

Die zentrale Eröffnungsfeier der Quadriennale 2010 fand im museum kunst palast statt. Begleitet wurde sie von der Verleihung des mit 55.000 Euro dotierten Kunstpreises, der in diesem Jahr an an Thomas Schütte ging. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier luden die Quadriennale-Häuser bis Mitternacht zum kostenlosen Besuch der Ausstellungen ein.

Art in Düsseldorf

Düsseldorf hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutenden Zentrum für moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland entwickelt. Etablierte und zahlreiche neue Museen und Galerien, wie auch regelmäßig große Ausstellungsereignisse prägen heute die Stadt am Rhein. Die weltberühmte Kunstakademie bildet den Kern der Museumslandschaft.

An ihr lehrten und lernten international renommierte Künstler wie Joseph Beuys oder Bernd und Hilla Becher und ihre Schüler. Künstler wie Byars, Broodthaers und Paik wurden von der Stadt angezogen und haben hier gewirkt.

Auch zahlreiche Vertreter der jüngeren Künstlergeneration haben ihren Anfang in Düsseldorf genommen und werden heute im internationalen Ausstellungskontext wahrgenommen.

Quadriennale 2010 - Kunstgegenwärtig

"Kunstgegenwärtig" - unter diesem Titel startet die Quadriennale in die neue Runde. Gestern-heute-morgen: In welchem Fokus stand die Kunst, die in den 1960er-, 70er-und 80er-Jahren das Geschehen in Düsseldorf, aber auch darüber hinaus bestimmte?

Der Rückblick auf die reiche Kunstproduktion dieser Jahre, einer Zeit, in der Düsseldorf zu einem Zentrum der internationalen Kunstszene aufstieg und weit über die Landesgrenzen Einfluss auf das Kunstgeschehen nahm, ist Ausgangspunkt für weitere Fragestellungen, die in zahlreichen Ausstellungen untersucht werden.

Welche Wirkung hat diese Kunst bis heute? Wie stellt sich die gegenwärtige Situation der Kunst in Düsseldorf und Umgebung dar? Und: Welchen Stellenwert wird die Gegenwartskunst in Düsseldorf in Zukunft haben? Mit dem Blick zurück zu den Wurzeln wird zugleich eine kritische Bestandsaufnahme und aktuelle Selbstverortung vorgenommen.

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe zur thematischen Ausrichtung: "Im retrospektiven Blick eröffnet die Quadriennale 2010 ein breites Spektrum der Gegenwartskunst der letzten 50 Jahre - wobei die vielseitigen Wechselwirkungen und die internationale Strahlkraft der Düsseldorfer Kunst, die die verschiedenen Ausstellungen beleuchten, immer wieder neu überraschen."

Ein Programm mit vielen Facetten

Insgesamt zehn Düsseldorfer Museen und Ausstellungshäuser sowie fünf Partner nehmen an der Quadriennale 2010 mit Ausstellungen teil, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Neben Einzelausstellungen in Institutionen wie dem museum kunst palast, das Nam June Paik zeigt, dem K20, das eine umfassende Schau von Arbeiten Joseph Beuys' präsentiert oder der Stiftung Schloss und Park Benrath mit James Lee Byars gibt es auch Gruppenausstellungen.

So konzentriert sich das K21 mit "Auswertung der Flugdaten" auf die Kunst der 80er-Jahre. Das NRW-Forum Düsseldorf beteiligt sich mit der Fotografieausstellung "Der Rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie".

Und die Akademie-Galerie verwandelt unter dem Titel "Mit Kopf und Hand" ihre Räume in eine dichte Installation aus Zeichnungen von Joseph Beuys, Anthony Cragg, Peter Doig und vielen anderen.

Der Beitrag der Kunsthalle Düsseldorf besteht aus zwei Gemeinschaftsausstellungen: Zusammen mit KIT - Kunst im Tunnel widmet sie sich einer jüngeren Generation von wichtigen Düsseldorfer Künstlern, für die stellvertretend Arbeiten von Katharina Grosse und Björn Dahlem gezeigt werden.

Und in Partnerschaft mit dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen sind in der Ausstellung "Von realer Gegenwart. Marcel Broodthaers heute" ausgewählte Werke international renommierter Künstler zu sehen, die sich auf Broodthaers beziehen.

Erstmals beteiligen sich darüber hinaus die Julia Stoschek Collection, das imai - inter media art institute mit einer Katharina Sieverding-Ausstellung, die ZERO Foundation, KAI 10 und die Langen Foundation.

Die Düsseldorfer Galerien präsentieren unter dem Titel "deutschlandpremieren" aktuelle Positionen von bislang noch nicht in Deutschland gezeigten Künstlern und stellen damit ihren Ruf als Foren der lebendigen Kunstszene erneut unter Beweis.

www.duesseldorf.de