Mitte Januar 2013 begibt sich Dr. Caroline Kentsch, junge Zahnmedizinerin aus Düsseldorf, auf eine ungewöhnliche Reise. Ihr Ziel: die 5000-Seelen-Gemeinde Ololosokwan in Tansania. Gemeinsam mit ihren Kollegen Professor Martin Jörgens und Professor Dr. Marcel Wainwright hat sie dort vor zwei Jahren das Hilfsprojekt "Daktari for Maasai" ins Leben gerufen – jetzt werden sie und ein Ärzteteam die dort ansässigen Maasai (ostafrikanische Volksgruppe im Norden Tansanias und in den weiten Ebenen im Süden Kenias beheimatet) zum zweiten Mal vor Ort zahnmedizinisch versorgen.
Ihr erster Besuch in dem südafrikanischen Land war geprägt von Strapazen und einer Vielzahl neuer Eindrücke. Dr. Kentsch, die zuvor bereits als Zahnärztin in Peru gearbeitet hatte, erinnert sich: "Professor Jörgens und ich versorgten unsere Patienten tagtäglich unter erschwerten klimatischen und körperlichen Bedingungen bis zum Rande der Erschöpfung . Neben der Kariesbehandlung waren Extraktionen von Weisheitszähnen, Wurzelresten und Milchzähnen an der Tagesordnung – alles medizinische Eingriffe, die die Maasai bis zu diesem Zeitpunkt mit Buschmesser oder Meißel und ohne Anästhesie selbst durchgeführt hatten."
In kurzer Zeit sprach sich unter den Maasai herum, dass sie ihre Zahnschmerzen in der Klinik loswerden konnten. Ganze Familienverbände nahmen Tagesmärsche auf sich, um insbesondere Behandlungen von infektionsbedingten Schmerzen durchführen zu lassen. Schnell lernten die beiden Mediziner das Wort Keme, womit die Maasai Schmerz bezeichnen, und wurden gleichzeitig mit einer kulturellen Besonderheit konfrontiert: "Verwundert stellten wir fest, dass unseren afrikanischen Patienten häufig die mittleren Frontzähne fehlen", erklärt Frau Dr. Kentsch und fährt fort: " Erst später erfuhren wir, dass die Maasai sie entfernen, um im Notfall bei Erkrankungen einen Ernährungsweg für flüssige Nahrung zu schaffen bzw. aufgrund traditioneller, ästhetischer Hintergründe."
Da die Anzahl der Patienten stetig zunahm, musste ein einfacher Bürostuhl als zweiter Behandlungsstuhl herhalten, damit die Zahnärztin und ihr Kollege nicht nur abwechselnd, sondern auch gleichzeitig behandeln konnten. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz in der Hitze Tansanias gelang es den engagierten Zahnärzten schließlich, mehr als 220 Dorfbewohner von zum Teil unerträglichen Schmerzen zu befreien.
Bei ihrem aktuellen Aufenthalt in der Station wird Dr. Kentsch wohl nicht mehr nur improvisieren müssen. Neue, moderne Behandlungsstühle gehören inzwischen ebenso zur Ausstattung wie mehrere chirurgische Absaugpumpen, ein mobiler Laser, ein hochmodernes, mobiles digitales Kleinbildröntgengerät, welches mit einer direkten Bildverarbeitungssoftware auf einem Laptop sofort gestochen scharfe Bilder der OP-Gebiete liefert, moderne OP-Leuchten sowie ein umfangreiche Medikamentensortiment und weiteres, umfangreiches zahnärztliches Instrumentarium, welches es ermöglicht, auch größere Patientenzahlen direkt zu behandeln.
"Unsere topmoderne, mobile Technik hat sich voll bewährt und ist die Grundlage für sicheres Behandeln bei mobilen zahnärztlichen Eingriffen", betont Professor Dr. Martin Jörgens und fährt fort: "Damit bringen wir medizinisches Hightech von Deutschland direkt nach Tansania und sichern den Maasai höchste zahnmedizinische Standards zu."
Um die Arbeit in Tansania weiterhin zu ermöglichen und sogar auszubauen, hat Medeor ein Stiftungskonto "Daktari for Maasai" eingerichtet. Hier kann zielgerichtet gespendet werden. Dieses Geld wird nur für die Anschaffung von Medikamenten und zahnmedizinischem Equipment verwendet.
Die Bankverbindung lautet:
Deutsches Medikamenten-Hilfswerk
action Medeor e. V.
"Daktari for Maasai"
Referenznummer: 2-46-0170
Stadtsparkasse Düsseldorf BLZ: 300 501 10
Kontonummer: 4242
www.medeor.de
Dr. Caroline Kentsch arbeitet zusammen mit Professor Dr. Martin Jörgens und Professor Dr. Marcel Wainwright in der Gemeinschaftspraxis "DentalSpecialists" in Düsseldorf-Kaiserswerth. Die DentalSpecialists gelten als ausgewiesene Spezialisten in den Bereichen Implantologie und Lasermedizin sowie der konservierenden Zahnheilkunde.
Weitere Informationen unter: www.dentalspecialists.de


Dr. Caroline Kentsch
Besucht hat sie die Maasai
Hilfsprojekt “Daktari for Maasai“
Ihr erster Besuch in dem südafrikanischen Land
Extraktionen von Weisheitszähnen, Wurzelresten und Milchzähnen