Das Museum Folkwang zeigt ab Samstag, 6. November 2010, drei neue Ausstellungen aus den Bereichen Fotografie, Grafik und Plakat in den Ausstellungsräumen der Sammlungen Papier im Neubau von David Chipperfield Architects. Die Ausstellungen laufen bis einschließlich 16. Januar 2011.
Celebrity Design. Edward Steichen
Mit dieser Ausstellung widmet die Fotografische Sammlung erstmals dem amerikanischen Fotografen Edward Steichen eine Einzelausstellung. Grundlage bildet die Schenkung von 65 Fotografien durch Joanna Steichen, die das Museum Folkwang 1983 erhielt.
Im Zentrum steht Steichens Prominenten- und Modefotografie der 1920/30er Jahre, die hauptsächlich für die renommierten Magazine Vogue oder Vanity Fair entstand. Die Aufnahmen zeigen amerikanische Schauspieler wie Alla Nazimova, Lillian Gish oder James Hackett.
Persönlichkeiten aus Kunst, Sport und Politik sind mit Henri Matisse, Frank Lloyd Wright oder Winston Churchill vertreten. Steichen setzt Prominente und Models eindrucksvoll ins Bild und schafft Maßstäbe in der Porträt- und Modefotografie im Printbereich.
Ideallandschaft und Wirklichkeit. Zeichnungen und Aquarelle des 19 Jahrhunderts
Die Zeichnung und Druckgrafik des 19. Jahrhunderts bildet einen Schwerpunkt der Grafischen Sammlung des Museum Folkwang. Eine zahlenmäßig große Gruppe darin sind die Zeichnungen und Aquarelle zum Thema Landschaft und Natur. Anhand dieser Werke lässt sich das für die Landschaftsdarstellung
des 19. Jahrhunderts charakteristische Nebeneinander zweier unterschiedlicher Auffassungen beobachten.
Auf der einen Seite steht das Fortleben des überkommenen Prinzips der Ideallandschaft, in die nicht selten ein mythologisches Geschehen eingebettet ist und auf der anderen Seite der Wunsch, eine reale Gegebenheit so präzise wie möglich wiederzugeben.
Die Ausstellung präsentiert rund 75 Werke von 30 Künstlern des deutschsprachigen Raums, aus dem Zeitraum zwischen 1785 und 1898, darunter Blätter von Caspar David Friedrich, Friedrich Preller d. Ä., Ludwig Richter und Adrian Zingg.
Mit dem Zug durch Europa. Plakate für Luxusreisen um 1900
Am 5. Juni 1883 begann mit dem Train Express d’Orient (Paris – Konstantinopel), dem ersten vollständigen Luxuszug, der auch Schlaf- und Speisewagen enthielt, die Erfolgsgeschichte der Züge, die mit Unterbrechungen bis 1939 währte. Noch heute stehen die Namen für Luxus und Abenteuer, obwohl sie – wie der Orient-Express, oder der Transsibirien-Express – schon viele Jahrzehnte nicht mehr verkehren.
Die Werbung für die Luxuszüge verlangte mehr als nur die Veröffentlichung des Fahrplans, da nicht die Zugfahrt, sondern das Erlebnis der Luxusreise verkauft wurde. Die Ausstellung zeigt ca. 30 Plakate wichtiger Züge um 1900
sowie ca. 20 Plakate, die in den 1920er Jahren entstanden sind. Darüber hinaus zeigt Mit dem Zug durch Europa.
Plakate für Luxusreisen um 1900 rund 20 Plakate von bevorzugten Zielorten in ganz Europa und den dortigen luxuriösen Hotels. Die Plakate der Ausstellung stammen aus der über 300 Plakate umfassende Sammlung Reisenin Luxus, Essen, die das Deutsche Plakat Museum im Museum Folkwang seit 2008 als Dauerleihgabe beherbergt.
Die Ausstellungen öffnen am 6. November 2010 ab 10 Uhr für das Publikum
http://www.museum-folkwang.de/de/ausstellungen/ausblick.html
Museum Folkwang
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