Das St. Pauli Theater hat in den letzten Jahren immer wieder Stücke großer amerikanischer Dramatiker herausgebracht wie Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" oder Tennesse Williams' "Endstation Sehnsucht", beide in der Regie von Wilfried Minks u. a. mit Hannelore Hoger und Ben Becker.
Am 12. Oktober 2010 kommt nun der dritte dieser großen dramatischen Geschichtenerzähler, deren Stücke oft die Vorlage zu großen Kinodramen waren, hier auf die Bühne: Eugene O'Neill.
In "Eines langen Tages Reise in die Nacht" beschreibt er eine Schauspielerfamilie, die langsam auseinander bricht. Aus Geiz hat der alternde Provinzstar Tyrone seine Frau morphiumsüchtig gemacht, weil sie medizinisch falsch behandelt wurde. Bei einem Familientreffen am Ende des Sommers zwischen Morgen und Mitternacht kommt es zur Stunde der Abrechnung, nicht nur zwischen Tyrone und seiner Frau, sondern auch zwischen ihm und seinen Söhnen, von denen der jüngere auch schon sterbenskrank ist. Hinter der heilen Welt des auf Erfolg, Anerkennung und Glück angelegten American Way of Life tun sich Abgründe auf – und der amerikanische Traum wird zum Alptraum.
Regie: Ulrich Waller, Bühne: Raimund Bauer, Kostüme: Ilse Welter
Mit Ben Becker, David Bennent, Gerd Böckmann, Angela Schmid und Anne Weber
Quelle: www.hamburg-magazin.de
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