Gesellschaft Freunde der Künste

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Odeon-Programm 2011/2012

Die Wiener Philharmoniker kommen nach Regensburg - Die neue Saison bringt außerdem Stars wie Nigel Kennedy, Anne-Sophie Mutter, Sol Gabetta, Hilary Hahn und Albrecht Mayer ins Regensburger Audimax

Die Wiener Philharmoniker in Regensburg! Das erschien bislang als absolut undenkbar, unbezahlbar, als bloßer Wunschtraum. Denn das zusammen mit den Berlinern berühmteste und beste Orchester der Welt gastiert sonst nur in Weltmetropolen á la New York, Tokyo oder Paris.

Für Regensburg und Odeon-Veranstalter Reinhard Söll wird dieser Traum jetzt Wirklichkeit: Vor Konzerten in Rom und Verona bringen die Wiener Philharmoniker unter Georges Prêtre (dirigierte das Naujahrskonzert 2010) am 26. Oktober den unvergleichlichen Klang aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ins Regensburger Audimax.

Ohne Übertreibung: Das Gastspiel wird sich in die Annalen der Musikstadt Regensburg einschreiben. Auf dem Programm stehen Schuberts „Unvollendete“ und Bruckners 7. Sinfonie.

Das neue Jahresprogramm der Odeon Concerte, das soeben der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, bringt aber noch viele weitere Highlights in die Domstadt: Weltstars der klassischen Musikszene, internationale Orchester und spannende Neuentdeckungen. Die weiteren Konzerte in einzelnen:

► Wer an Nigel Kennedy denkt, denkt an Vivaldis “4 Jahreszeiten”! Mit Vivaldi wurde Kennedy zum Kultstar. Am 17. November ist er mit diesem Stück (und Kennedy´s eigenen „Four Elements“) auf Tournée und dabei zusammen mit dem Orchestra of Life auch bei Odeon im Audimax.

Seine spektakuläre, phantasievolle und individuelle Vivaldi-Einspielung kam als bestverkaufte Klassik-Platte aller Zeiten ins Guiness-Buch der Rekorde. 

► Am 20. November ist gleich der nächste Geigenstar in Regensburg zu erleben: Hilary Hahn kommt mit der NDR Radio Philharmonie unter Eivind Gullberg Jensen. Hilary Hahn, die US-amerikanische Geigerin mit deutschen Wurzeln, wurde zweimal mit dem begehrten „Grammy“ ausgezeichnet und gilt als Jahrhunderttalent. 

Mit sechs hatte sie den ersten öffentlichen Auftritt, mit zwölf trat sie erstmals mit Orchester auf und mit 16 Jahren spielte sie wie andere Geiger im Zenith ihres Könnens. Technische Probleme sind für sie inexistent - sie betört alleine durch die Reinheit ihrer Musikalität. (Mendelssohn: Violinkonzert e-moll, Bruckner: 4. Sinfonie)

► Festliche Barockmusik mit dem bekannten Trompeter Gábor Boldoczki und dem Franz Liszt Kammerorchester Budapest steht am 29. November auf dem Programm. Die Presse bezeichnet Boldoczki, der seine CDs bei SONY veröffentlicht, als den „würdigen Nachfolger“ von Maurice André.

Der Durchbruch gelang ihm als Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs und als 1. Preisträger des Maurice André Wettbewerbs. 2008 erhielt er den ECHO in der Sparte „Instrumentalist des Jahres”. Erst kürzlich zeigte ARTE ein Fernsehportrait über den ungarischen Weltklassetrompeter. (Musik von Torelli, Händel und Bach)

► Die legendären Los Romeros kommen am 4. Dezember nach Regensburg. Das legendäre, inzwischen drei Generationen umfassenden Gitarrenensemble ist für ein Millionenpublikum in aller Welt die "königliche Familie des Gitarrenspiels".

Zusammen mit dem aus jungen andalusischen Elite-Musikern bestehenden Kammerorchester "Concerto Malaga" präsentieren die vier Gitarristen nun ein stimmungsvolles neues Projekt: "Feliz Navidad" - klassische und weihnachtliche Werke aus Spanien, Deutschland und Amerika.

► Seit er als begnadeter Geiger sowie als Dirigent in den 80er Jahren den Westen eroberte, ist Vladimir Spivakov weltweit hoch angesehen. Was viele aber nicht wissen: In Russland wird Spivakov fast wie ein Popstar gefeiert. Seine Charity-Stiftung finanziert lebensrettende Operationen, unterstützt aber auch notleidende Künstler.

Die UNESCO ernannte ihn zum „Künstler des Friedens“ und in Frankreich wurde er zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen. Jetzt kommt er am 9. Dezember mit der renommierten Russischen Nationalphilharmonie nach Regensburg. Solistin ist die Pianistin Olga Kern. (Rachmaninov: 2. Klavierkonzert, Tschaikowsky: 4. Sinfonie)

► Am 19. Januar kommt das exquisite Orchestre des Champs-Elysées aus Paris an die Donau. Das von Philippe Herreweghe gegründete Orchester bringt als Solisten den bedeutenden italienischen Geiger Giuliano Carmignola.

Er gilt als Leitfigur des historisch-barocken Violinstils, aber er musiziert auch mit Dirigenten wie Claudio Abbado, mit dem er eine von der Kritik gefeierte Aufnahme der Violinkonzerte Mozarts einspielte. (Haydn: Sinfonie Nr. 44, Violinkonzert C-Dur, Mozart: Violinkonzert Nr. 4, Linzer-Sinfonie)

► Dass es einem Oboisten gelingt, sich wochenlang in den Klassik-Charts zu halten, ist ungewöhnlich - Albrecht Mayer, dem Solo-Oboisten der Berliner Philharmoniker, ist das mit allen seinen CDs gelungen. Am 24. Januar kommt er mit den Münchner Symphonikern zu den Odeon Konzerten.

Der wohl beste Oboist der Welt erhielt zweimal den ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres”. Albrecht Mayer ist vor allem gelungen, die Oboe zu einem „Instrument der Verführung” zu machen, wie ein Kritiker schrieb. Der Klang der Oboe wird bei ihm zum schieren sinnlichen Genuss.

So auch bei seinem neuen, in Regensburg präsentierten Projekt „Bonjour Paris!” u.a. mit Debussys „Claire de lune”, der „Pavane” von Ravel oder Saties „Gymnopedies” .

► Am 15. Februar gastieren dann Fazil Say und das Philharmonische Orchester Gran Canaria unter Pedro Halffter. Wer an Gran Canaria denkt, der denkt sicher nicht zuerst an klassische Musik. Doch das ist falsch. Denn die Insel beherbergt ein international bekanntes Festival, einen spektakulären Konzertsaal mit Blick auf den Atlantik und eines der besten Orchester Spaniens.

Mit einem effektvollen Programm präsentiert sich dieses jetzt auf Deutschland-Tournée. Auf dem Programm steht neben De Fallas temperamentvollem und erotisch knisternden „Dreispitz“ auch jazzig Angehauchtes:

Ravels G-Dur-Klavierkonzert und Gershwins „Rhapsody in Blue“ - gespielt von Fazil Say. „Le Figaro” nennt den innovativen und fantasievoll-kreativen türkischen Pianisten, einen der „bedeutendsten Künstler des 21.Jahrhunderts“..

► Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks setzt unter Leitung von Daniel Harding und mit dem Geiger Christian Tetzlaff am 23. Februar ein besonderes Highlight!  Als unlängst eine von internationalen Kritikern zusammengestellte Rangliste der besten Orchester der Welt erschien, waren Kenner nicht verwundert: 

Denn gleich hinter der Trias aus Berlin, Wien und Amsterdam platzierte sich das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf einem Spitzenplatz der orchestralen Champions-League.  “Für mich als Dirigent ist es, wie einen Rolls Royce zu fahren”, sagt Mariss Jansons über das Orchester. (Brahms: Violinkonzert, Schubert: Sinfonie Nr. 8 C-Dur).

► Die von Martha Argerich geförderte venezolanische Star-Pianistin Gabriela Montero kommt am 1. März endlich auch nach Regensburg. Bei ihren Konzerten fiebert das Publikum immer dem Finale mit ihren unnachahmlichen „Improvisations“ hin. Jenen Augenblick, in dem die Montero das Publikum bittet, ihr doch eine Melodie vorzusingen um darüber improvisieren zu können.

Und dann beginnt für Montero das, was sie „den Sprung von der Klippe“ nennt. Das ist aber nur ein kurzer Moment und sie fängt Feuer, nimmt die Melodie auf, steigert sie wie eine große Bach-Chaconne, biegt ab in den Tango, verbrüdert sich mit dem Ragtime, schraubt sich immer höher in die Kaskaden des Klangs und verzückt damit das Publikum. (Chopin, Klaviermusik aus Kuba, Brasilien, Venezuela und Argentinien, Improvisationen)

► Mit Anne-Sophie Mutter betritt am 19. März Deutschlands größter internationaler Klassik-Star das Podium. Die Kunst Anne-Sophie Mutters ist - von allen Moden unbeeindruckt - in ihrer Erlesenheit, in ihrem künstleri-schen Ernst und allerhöchsten Anspruch nach wie vor unerreicht. Kritikerpapst Joachim Kaiser schrieb über ihre Interpretationen:

„Die seelischen Erfahrungen, welche ihr Spiel vermittelt, sind überwältigend. Solche Darbietungen sind nicht nur gute oder sehr gute Konzerte. Sie gehen über den Rahmen des Gewohnten, Schönen und Alltäglichen astronomisch hinaus.“ (Mozart, Schubert, Lutoslawski, Saint-Saens)

►  Enoch zu Guttenberg dirigiert am 29. März Chor und Orchester der Klangverwaltung München in Beethovens 9. Sinfonie. Guttenberg, der vor wenigen Tagen seinen 65ten Geburtstag feierte, ist eine bezwingende, charismatische Künstlerpersönlichkeit. Im Gespräch mit der „Zeit” hat er sein künstlerisches Credo formuliert:

„Ich kann nicht lau sein. Ich will Musik emotional heiß machen.” Guttenberg will bewegen, aufwühlen, Musik berührt bei ihm Existenzielles, ist Bekenntnis. Enoch zu Guttenberg und der revolutionäre Moralist Beethoven – das verspricht, eine ergreifende musikalische Sternstunde zu werden.

► Die „Primadonna Assoluta“ der Klarinette, Sabine Meyer macht ihr Konzert am 25. April mit gleich drei Klarinettenkonzerten (Copland, Weber, Mendelssohn) zur großen Sabine-Meyer-Gala. Ihr Spiel entfaltet sich in paradiesischer Schönheit, voller sublimer Nuancen, hauchzart und herzerwärmend wachsen ihre Töne fast aus dem Nichts.

Die “Welt” schrieb über sie "Bei dem Versuch, das Hörerlebnis, adäquat zu beschreiben, scheint die herkömmliche Terminologie fast zu versagen: Sabine Meyer´s Spiel war überwältigend!". Wir erleben sie mit dem brillanten Swedish Chamber Orchestra in großer Besetzung.

► Die Cellistin Sol Gabetta, die am 5. Mai vom BBC Philharmonic Orchestra unter Juanjo Mena begleitet wird,  ist einer der „Shooting-Stars“der jungen Klassik-Szene. Sie ist strahlend, sympathisch, temperamentvoll, virtuos und versteht es wie kaum eine andere, ihr Publikum zu verzaubern und in den Bann ihrer charisma-tischen Bühnenausstrahlung zu ziehen.

Ihr „Komplize“ und ständiger Begleiter: ein kostbares Guadagnini-Cello, Jahrgang 1795, auf dem Gabetta so unvergleichlich schön zu singen versteht. In Schumanns Cellokonzert mit seiner himmlischen Melodik findet sie dafür die ideale Spielwiese - eingebettet zwischen Schuberts 5. Sinfonie und Elgars Enigma-Variationen.

► Sprudelnd vor Energie, dann wieder melancholisch, fast einsam in ihrer Musik versunken, lässt die junge Georgierin Khatia Buniatishvili derzeit die Welt aufhorchen. Am 20. Mai ist sie hier live zu erleben. Sie wagt die brennende pianistische Ekstase, spielt auf volles Risiko, nimmt lieber einen Fehlgriff in Kauf als vornehm unverbindlich zu bleiben.

„Ich brauche Kunst und Musik wie Drogen”, sagt sie. Und auch die großen Labels spitzen die Ohren, wohl wissend, dass sich hier eine Künstlerin direkt auf dem Weg nach oben befindet.

Exklusiv von Sony Classical unter Vertrag genommen, präsentierte Buniatishvili soeben ihr CD-Debüt mit Werken von Franz Liszt. Seine Sonate h-moll steht auch bei ihrem Regensburger Konzert im Mittelpunkt.

► Das San Francisco Symphony Youth Orchestra beendet am 23. Juni die neue Odeon-Saison. Die Münchner Presse sprach dem Orchester bei seinem Gasteig-Debut vor zwei Jahren den „Rang eines professionellen internationalen Spitzenorchesters“ zu. Die klassische Orchesterszene erlebt derzeit eine wahre „Jugendbewegung“.

Das „Simón Bolivar Orchestra“ aus Venezuela unter Gustavo Dudamel, das Teresa Carreno Youth Orchestra oder das italienische Orchestra Giovanile Cherubini, das in Riccardo Muti seinen Mentor gefunden hat, sind Beispiele dafür. So auch San Francisco:

Dort kamen und kommen Stars wie Yo-Yo Ma, Kurt Masur, Valery Gergiev oder Isaac Stern zu intensiven Arbeitsphasen. In Regensburg bringt das Orchester als weitere Attraktion den deutschen Meisterpianisten Lars Vogt. (Grieg: Klavierkonzert, Mahler: Sinfonie Nr. 1 „Der Titan“.

Ein (nicht nur) von Klavierfans herbeigesehntes Nachholkonzert steht noch am 1. Oktober auf dem Plan: Der bedeutende Pianist Murray Perahia spielt Werke von Bach, Beethoven, Brahms, Schumann und Chopin.

Infos, Abonnements und Einzelkarten gibt es direkt bei ODEON unter (0941) 29 60 00 sowie im Internet  unter www.odeon-concerte.de

Reinhard Söll

Schenkendorfstr. 9 | 93049 Regensburg 

Tel. (0941) 29 60 00 | Fax (0941) 29 60 019

email: soell@odeon-concerte.de 

www.odeon-concerte.de