Wir haben die große Ehre, die Weltpremiere des neuen Buches von Liao Yiwu ankündigen zu können, die am 17.8.2011, 20.00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele stattfindet. Er thematisiert in "Für ein Lied und hundert Lieder.
Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen", das am 21.7. im S. Fischer Verlag erscheint, seine Erfahrungen des vierjährigen Gefängnisaufenthalts Anfang der 90er Jahre.
Die besonders bildhaften und bewegenden Beschreibungen Liaos zeigen die Brutalität der im Gefängnis herrschenden Verhältnisse, die die Häftlinge oftmals vergessen lassen, was es heißt, ein Mensch zu sein.
Während er vor der Inhaftierung einer der avanciertesten Dichter Chinas war, verlor er nach der Haft (Dichter-) Freunde und Familie - und erfand sich neu, indem er Underdogs der chinesischen Gesellschaft interviewte und das gesprochene Wort kunstvoll in seinen Texten verdichtete.
Diese Interviews erschienen bereits 2009 unter dem Titel "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser", das Liao Yiwu beim letzten ilb vorstellte. Es war sein erster Auslandsaufenthalt überhaupt - 13 mal weigerten sich die chinesischen Behörden, ihn ausreisen zu lassen.
Nun wird er voraussichtlich für einige Zeit im Ausland leben: die nächsten Stationen sind die USA, Australien, Taiwan und schließlich wieder Berlin, wo er 2012 Gast des DAAD-Künstlerprogramms sein wird.
Die Veranstaltung wird moderiert von Tilman Spengler, Herta Müller hält einen Kurzvortrag über Liao Yiwus Werk und Frank Arnold liest die deutsche Übersetzung.
Lesung mit Liao Yiwu - Weltpremiere: "Für ein Lied und hundert Lieder - ein Bericht aus chinesischen Gefängnissen"
In Kooperation mit dem S. Fischer Verlag
Mi, 17.08.2011 | 20 Uhr | Haus der Berliner Festspiele
Eintritt 12,00€, ermäßigt 8,00€
Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin
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