Gesellschaft Freunde der Künste

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Der wohlhabende Kaufmann Buonafede ist ein begeisterter Hobbyastronom

DIE WELT AUF DEM MOND, Premiere am 19.12.2009, Staatstheater Cottbus

Dramma giocoso von Joseph Haydn
Text von einem unbekannten Bearbeiter nach dem Libretto von Carlo Goldoni
Deutsche Übersetzung von Hans Swarowski

Der wohlhabende Kaufmann Buonafede ist ein begeisterter Hobbyastronom. Wie gut, dass er Herrn Ecclitico zu seinen Freunden zählt, einen Astronomen ersten Ranges! Dieser lässt Herrn Buonafede durch ein eigens konstruiertes riesiges Fernrohr blicken, mit dem er das Leben auf dem Mond beobachten kann. Jawohl, Herr Buonafede sieht mit eigenen Augen, dass der Mond bewohnt ist, und mehr noch: Die dortigen Sitten entsprechen ganz seinen Vorstellungen. Unbotmäßige Frauen und Töchter werden gezüchtigt, ältere Männer von jungen Frauen verwöhnt – mit einem Wort: Herr Buonafede wirft einen Blick in sein Paradies. Hocherfreut und zugleich sehnsüchtig betrübt.

Zu weit weg ist der Mond, und solch himmlische Zustände bleiben auf Erden unerreichbar.  Wie kleinmütig sind diese Gedanken! Herr Ecclitico ist schon viel weiter. Er hat längst Kontakt aufgenommen zu der entwickelten Mond-Kultur und wurde vom Kaiser des Erdtrabanten persönlich zu einem Besuch eingeladen. Dessen Wissenschaftler verfügen über eine Technik, Erdbewohner im Schlaf zu sich zu holen.

Herr Buonafede bietet ein Vermögen, damit Herr Ecclitico ihn mitnimmt. Auf dem Mond stellt er überrascht fest, dass auch seine beiden Töchter samt der Dienerin hierher gelangt sind. Herr Buonafede gerät in Bedrängnis. Am Ende muss er sogar seine Töchter mit den Liebhabern verheiraten, die er auf der Erde zurückgewiesen hat. Einer von ihnen ist Ecclitico. Mit einem Mal wird Herrn Buonafede klar, dass er auf eine Intrige und Gaukelei hereingefallen ist. Am Ende bleibt ihm nichts anderes übrig, als in den Gang der Ereignisse einzuwilligen.

Haydns Oper erinnert im Jahr der Astronomie daran, dass die Menschen auch in den fernsten Welten letztlich doch immer sich selbst begegnen. Goldoni schrieb sein Libretto 1750 für Venedig, wo Galileo Galilei 1609 erstmals sein Fernrohr auf den Sternenhimmel richtete.

Besetzung

Musikalische Leitung: Marc Niemann

Regie: Hauke Tesch

Ausstattung: Hans-Holger Schmidt

Choreographie: AnnaLisa Canton

Dramaturgie: Bernhard Lenort

Musikalische Assistenz:

Frank Bernard, Irene Berlin, Christian Georgi, Andreas Simon, Peter Wingrich

Regieassistenz: Sebastian-A. Bütow

Herr von Gutglauben: Jörg Simon

Ecclitico: Matthias Bleidorn

Clarice: Anna Sommerfeld

Lisetta: Anne Schierack

Cecco: Dirk Kleinke

Premiere am 19.12.2009, 19.30 Uhr

Weitere Aufführungen bis zum 25.06.2010

Kontakt

Staatstheater Cottbus
Lausitzer Straße 33
03046 Cottbus

Telefon (0355) 78 24 - 0
Fax (0355) 7 82 41 91
intendanz@staatstheater-cottbus.de

Links

http://www.staatstheater-cottbus.de/0-505-34-4633.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welt_auf_dem_Monde

http://de.wikipedia.org/wiki/Carlo_Goldoni

http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Haydn