Gesellschaft Freunde der Künste

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phantastisches Stück

DIE VÖGEL von Aristophanes am 25.3.2011, Theater Baden-Baden

Wer möchte nicht Vogel sein? Schließlich bedeutet Vogel-zu-sein Freiheit-zu-haben: Zwischen dem Himmel, wo die Götter Müßiggang pflegen, und der Erde, auf der die Menschen ihre Interessen mühselig in Gesetzen ausgleichen, steht den Vögeln schier unermesslicher Raum zur Verfügung. Doch diese lassen ihr Kapital ungenutzt. Ausgerechnet zwei Menschen – ihre natürlichen Feinde, die sie gerne zu kulinarischen Köstlichkeiten verarbeiten – bringen sie auf die Idee, einen eigenen festgemauerten Staat zu gründen, die Mittellage zwischen Göttern und Menschen zu finan-ziellem Gewinn auszunutzen und eine pompöse Macht zu etablieren. Doch auch im sprichwörtlich gewordenen "Wolkenkuckucksheim" ist nicht alles zum Nutzen seiner Bewohner, zumal an der Spitze des Staats Menschen stehen.

DIE VÖGEL ist Aristophanes' phantastischstes Stück. Die 414 v. Chr. uraufgeführte Komödie persifliert den in politischem Hickhack und rechtlichem Kleinkrieg sich erschöpfenden menschlichen Eigennutz und stellt gleichzeitig den Machthunger selbsternannter Despoten bloß. Harald Fuhrmann wird für seine Inszenierung wie bereits bei Schillers DIE RÄUBER als zusätzliches Element Puppen einsetzen.

Kontakt

Theater Baden-Baden
Intendantin Nicola May
Goetheplatz
76530 Baden-Baden

Anne Hardt

anne.hardt@baden-baden.de