Hamburg, - Vergangenen Mai feierte »Aida« Premiere in der Hamburgischen Staatsoper, jetzt ist die Pharaonenoper wieder zu erleben. Latonia Moore gab ihr Rollendebüt in der Titelpartie und begeisterte bereits zur Neuproduktion das Publikum.
Die Presse feierte ihre Verkörperung der Aida, die sie „mit Seelenglut und Stimmleidenschaft aufleuchten“ ließ. Die Texanerin gewann zahlreiche Preise und debütierte in der Spielzeit 2007/08 an der Hamburgischen Staatsoper als Amelia Grimaldi in »Simon Boccanegra«.
Latonia Moore singt ebenso wie am Premierenabend unter der Leitung von Carlo Montanaro. Er wurde von Zubin Mehta entdeckt und gab sein Debüt mit dem Orchestra del Maggio Musicale in Florenz. Weitere Engagements führten ihn unter anderem an das Teatro dell’Opera in Rom und an die Deutsche Oper Berlin.
Mit der Musikalischen Leitung von »Aida« im Mai 2010 war er erstmals an der Hamburgischen Staatsoper zu erleben. Die beiden männlichen Hauptfiguren sind hochkarätig neu besetzt: Carl Tanner verkörpert Radamès.
Mit dieser Partie konnte der amerikanische Tenor unter anderem an der Semperoper Dresden und an der Deutschen Oper Berlin Erfolge feiern. Auch an den Opernhäusern von London, Paris, Brüssel, Mailand und New York ist der Künstler regelmäßig zu Gast. Franco Vassallo gilt als renommierter Verdi-Bariton und gab sein Hamburg-Debüt als Ezio in einer konzertanten Produktion von Verdis »Attila«.
Jetzt kehrt er als Amonasro an die Staatsoper zurück. Er trat an allen wichtigen Opernhäusern seines Heimatlandes Italien auf und war unter anderem an der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper München und dem Royal Opera House Covent Garden zu erleben.
Ebenfalls aus der Premiere kennt man Laura Brioli als Amneris und Diogenes Randes als Ramfis. Es singt außerdem Jongmin Park als Il Re.
Guy Joosten setzt in seiner Inszenierung den Akzent auf die Liebesgeschichte zwischen Aida, einer verschleppten äthiopischen Prinzessin und Radamès, dem tapferen Feldherrn der gegnerischen Ägypter.
Der belgische Regisseur erzählt vom Scheitern des persönlichen Glücks in Zeiten des Krieges. Für ihn ist der Kontrast zwischen dem Schicksal der Hauptfiguren und der Härte der Außenwelt die große Antriebskraft der Partitur.
Vorstellungen: 10., 13. und 24. November 2010, je 19.00 Uhr
Karten sind erhältlich an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Anja Bornhöft
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© Forster Latonia Moore