Die Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) – ein Symbol für den gelungenen Strukturwandel in der Stadt Essen – soll jetzt den Einsparungsabsichten der Stadtverwaltung zum Opfer fallen. Mühsame Aufbauarbeit über Jahrzehnte wird hier zerschlagen.
Die Stadtspitze hantiert mit falschen Zahlen. Die Reduktion des Zuschusses auf 37,8 Mio. € bedeutet nicht 7 Mio. €, sondern 14 Mio. € jährlich. Danach müsste die TUP bis 2013 zusammengerechnet 39 Mio. € einsparen. Diese Summe kann aber nur erreicht werden, wenn das weltweit bekannte Aalto-Theater geschlossen wird oder alle drei Sparten Schauspiel, Ballett und Philharmonie abgeschafft werden.
Die Theater und Philharmonie Essen legte im Januar diesen Jahres Wirtschaftspläne vor, die bis 2013 über die Jahre zusammengerechnet 14 Mio. € und strukturell jährlich 4 Mio. € Einsparungen vorsehen. Diese Kürzungen basieren auf der Grundlage des mit dem Regierungspräsidenten abgestimmten Ratsbeschlusses vom 04.03.2009.
Alle im Aufsichtsrat der TUP vertretenen Parteien sprachen ihre große Anerkennung für dieses Ergebnis aus. Solche
Summen innerhalb dieser kurzen Phase zu erreichen, ist sehr ehrgeizig und beispiellos im gesamten Stadtkonzern.
Die Theater und Philharmonie Essen wird mit den vorgelegten Wirtschaftsplänen einen wesentlichen Anteil zur Konsolidierung des Haushaltes leisten. Während einerseits die Kulturhauptstadt gefeiert wird, wird andererseits eine Entscheidung getroffen, die zum Zusammenbruch der TUP führt. Eine große Zahl von betriebsbedingten Kündigungen und Spartenschließungen werden die Folge sein.
gez. Adil Laraki
Betriebsratsvorsitzender Theater und Philharmonie Essen
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den TUP-Betriebsratsvorsitzenden Adil Laraki, Tel. 0201/8122-152.
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