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40 Jahre nach Beginn der modernen Frauenbewegung

"Die Stadt ist weiblich" - Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf vom 5. Februar bis 1. Mai

"Die Stadt ist weiblich" - unter diesem Titel präsentiert das Stadtmuseum vom 5. Februar bis 1. Mai seine neue Sonderausstellung. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, politischen und räumlichen Lebensbedingungen von Frauen in der Stadt. Der geschichtliche Zeitrahmen, der illustriert wird, reicht vom 16. Jahrhundert bis in die Neuzeit.

Als ab den 1970er-Jahren Frauen gegen ihre Benachteiligungen im privaten und öffentlichen Leben aufbegehrten, formulierten feministische Autorinnen auch eine Kritik der Stadt, als ein von Männern entworfenes und dominiertes politisches, soziales, ökonomisches und räumliches Konstrukt: eine "Stadt der Männer".

Die Ausstellung "Die Stadt ist weiblich" postuliert bewusst das Gegenteil und möchte damit zur Reflexion und Diskussion über Frauenleben in der Stadt aus der Sicht von heute - etwa 40 Jahre nach dem Beginn der modernen Frauenbewegung - anregen.

Sie umfasst sowohl Frauen- und Stadtgeschichte am Beispiel Düsseldorfs als auch aktuelle Statements von Düsseldorfer Bürgerinnen. Insbesondere fragt die Ausstellung nach Impulsen von Frauen und Frauengruppen für die Stadtentwicklung und andere wichtige Bereiche städtischen Lebens.

Die Basis der Präsentation bilden rund 100 Frauenporträts aus den Sammlungen des Stadtmuseums.

Sie zeigen prominente und unbekannte Düsseldorferinnen, adelige, geistliche und bürgerliche Frauen, Angestellte, Arbeiterinnen, Hausfrauen und Künstlerinnen - von Jacobe von Baden und Anna Maria Louisa Medici bis zu Florence Nightingale, Louise Dumont, Johanna Ey und Lore Lorentz. Ihre Biografien sowie Archivalien und Dokumente zur Frauengeschichte erzählen von den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Teilhabe von Frauen an der Stadtgesellschaft.

Die Porträts begegnen dem (weiblichen) Museumspublikum nicht nur sprichwörtlich in Augenhöhe - in 1,60 Meter Höhe sind sie angebracht.

In die Ausstellung integriert ist das Projekt "Prinzessinnenstadt" der Autorin Marlene Streeruwitz, die Düsseldorfer Frauen zu ihrer aktuellen Lebensgeschichte und Lebenssituation befragt hat. Architektinnen des Bundes Deutscher Architekten (BDA Düsseldorf) präsentieren die Ergebnisse einer Umfrage unter Passantinnen zum Thema "Wohnen in der Stadt".

Im temporären "Frauencafé" des Stadtmuseums laden Keyworker zur Weiterarbeit an ihrem Wandteppich zum Thema "Die Stadt ist weiblich" ein. Die Wohninitiative "Miteinander - Wohnen in Verantwortung e. V." stellt darüber hinaus Gerresheimer Frauenbiografien in ihrem Stadtteilprojekt "Die Stadt ist weiblich - auch Gerresheim" vor.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Das Stadtmuseum, Berger Allee 2, ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erhalten freien Eintritt.

Mehr zum Thema:

www.duesseldorf.de