Wollust klingt vielversprechend, Neid und Habgier kurbeln die Wirtschaft an, und Völlerei ist zumindest an Festtagen den meisten wohl vertraut. Aber eigentlich sind es alles „Todsünden“ – jedenfalls war dies die feste Überzeugung der Kirchenväter, als sie Trägheit und Neid, Wollust und Völlerei, Habgier, Zorn und Hochmut als beste Voraussetzung für die ewige Verdammnis bestimmten. Was wären die Religionen ohne unsere Sünden, denn das Geschäft mit den Sünden ist ein Kerngeschäft der Religionen – und doch geht es um mehr.
Klassische Laster im neuen Gewand: „Das Sonntagsgespräch“ im hr-fernsehen beschäftigt sich während der Fastenzeit mit den „Sieben Todsünden“. Meinhard Schmidt-Degenhard unterhält sich zum Auftakt am Sonntag, 26. Februar, um 10.45 Uhr mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Benz AG Edzard Reuter über die Todsünde der Habgier. Weiter spricht er am 4. März mit Holger Reiners, der viele Jahre unter schwersten Depressionen litt, über die Todsünde der Trägheit und am 18. März mit dem Fußball-Manager Reiner Calmund über die Todsünde der Völlerei.
An den weiteren Sonntagen geht es im Gespräch mit der Ex-Prostituierten Felicitas Schirow um die Wollust (11. März), es geht um Stolz und Hochmut nicht nur der Mächtigen im Gespräch mit dem politischen Kolumnisten Mainhardt Graf von Nayhauß (25. März). Der Schauspieler Sky du Mont denkt nach über Neid (1. April) und der katholische Theologe Johann Baptist Metz über den Zorn der Götter und der Menschen (8. April).
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