Tanzabend von Pina Bausch
Texte von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill
Inszenierung und Choreografie Pina Bausch
Bühne und Kostüme Rolf Borzik
Mitarbeit Marion Cito, Hans Pop
Mitarbeit Wiederaufnahme Bénédicte Billiet, Josephine Ann Endicott
Es spielt The Capital Dance Orchestra
unter der Leitung von Jan Michael Horstmann
I.
DIE SIEBEN TODSÜNDEN
Mit Annette Jahns, Josephine Ann Endicott u.a.
II.
FÜRCHTET EUCH NICHT
Mit Marcus Bluhm, Melissa Madden Gray, Mechthild Großmann, Karin Rasenack
Tänzer
Regina Advento, Pablo Aran Gimeno, Rainer Behr, Andrey Berezin, Damiano Ottavio Bigi, Aleš ?u?ek, Clémentine Deluy, Josephine Ann Endicott / Julie Shanaan, Silvia Farias Heredia, Barbara Kaufmann, Ditta Miranda Jasjfi, Nayoung Kim, Daphnis Kokkinos, Eddie Martinez, Thusnelda Mercy, Pascal Merighi, Cristiana Morganti, Morena Nascimento, Nazareth Panadero, Helena Pikon, Jorge Puerta Armenta, Franko Schmidt, Azusa Seyama, Julie Anne Stanzak, Michael Strecker, Fernando Suels Mendoza, Aida Vainieri, Anna Wehsarg, Tsai Chin Yu
Uraufführung 15. Juni 1976, Schauspielhaus Wuppertal | Wiederaufnahme
Dauer 2h 25 | eine Pause
»Mich interessiert nicht so sehr,
wie sich Menschen bewegen, als was sie bewegt.«
Pina Bausch
Mit ihrem Tanzabend Die sieben Todsünden schrieb Pina Bausch Theatergeschichte. In dem 1976 uraufgeführten Stück verband sie erstmals Tanz mit Sprache, Gesang, Pantomime und Alltagsgesten und schuf damit eine neue Kunstform, die ihren Ruf als eine der bedeutendsten Choreografinnen der Gegenwart begründete. Bauschs legendärer Brecht-Weill-Abend wurde 2001 und 2008 am Tanztheater Wuppertal wiederaufgenommen und ist nun im Rahmen von spielzeit’europa in Berlin zu erleben.
Die Wiederaufnahme der Sieben Todsünden gleicht eher einer »Wiedergeburt « [Rheinische Post]: Auch mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Uraufführung hat der zweiteilige Tanzabend aus Brecht/Weills »Ballet chanté« Die sieben Todsünden der Kleinbürger und Bauschs Stück Fürchtet euch nicht zu Liedern des genialen Duos nichts von seiner [gesellschaftskritischen] Kraft und ästhetischen Qualität eingebüßt. In Hauptrollen sind – wie bei der Uraufführung 1976! – mit Josephine Ann Endicott und Mechthild Großmann zwei langjährige Wegbegleiterinnen Pina Bauschs zu erleben.
Pina Bausch, die wie keine andere deutsche Choreografin die internationale Tanzszene prägte, wurde im In- und Ausland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so zuletzt mit dem Kyoto-Preis, dem Goldenen Löwen [Venedig], dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt und soeben mit dem Laurence Olivier Award.
Im Alter von nur 68 Jahren ist Pina Bausch am 30. Juni 2009 überraschend an Krebs gestorben. Die Tanzwelt trauert um eine ihrer herausragendsten Tänzerinnen und Choreographinnen.
Ort
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne am 10./11./12./13. Dezember 2009
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