Etwa 650 Bewerbungen aus knapp 30 Ländern haben sich beteiligt am bundesweit einzigen Designwettbewerb, der sich mit Ressourcenschonung und CO2-Vermeidung beschäftigt.
Erster Preis an Schweizerin:
Gewinnerin des mit 2.500 Euro dotierten Recycling Designpreises 2010 ist Jeanette Jakob. Die Jury zeichnet die 1975 in Bern geborene Designerin für ihre
Entwicklung „Murx“ aus, einen Hocker aus ausgedienten und neu genutztem PVC-Rohr und Traktorschläuchen.
Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich etwa 650 Designer/innen, mehr als doppelt soviele wie im Vorjahr. Bewerbungen kamen aus insgesamt 27 Ländern (von Ägypten, Belgien, Brasilien über China, Österreich bis Polen, Thailand, Ungarn und die USA).
AUSSTELLUNG VOM 15.OKTOBER BIS 7. NOVEMBER IM MARTA
HERFORD, ANSCHLIEßEND IN BERLIN, HAMBURG, DÜSSELDORF, WIEN
Mit dem zweiten Platz würdigten die Juroren den Entwurf „Der Pulli aus der Tasche“ des Bremer Nachwuchs-Designers Christopher Hoecker. Die Auszeichnung für den dritten Platz wurde an die Karlsruher Produktdesignerin Cordula Kehrer (29) für ihre Entwicklung „Bow Bins“ (Maschen- bzw. Flechtkörbe) vergeben, eine Recyclingmaterial-Kombination aus dem
Material alter Kunststoffeimer und nachwachsender Rohstoffe.
Die Ausstellung im Marta Herford für zeitgenössische Kunst, Design und Architektur präsentiert vom 15.Oktober bis 7.November neben den Preisträger/innen ca. 20 weitere eingegangene Entwürfe der engeren Auswahl. Anschließend werden die Arbeiten in stilwerk Designcentern in Berlin, Hamburg und Düsseldorf sowie in Wien ausgestellt.
Der RecyclingDesignwettbewerb wird seit 2007 vom Arbeitskreis Recycling e.V. (Herford) ausgelobt. Das Spektrum gefragter Entwicklungen reicht von Deko-Artikeln über Möbel und Textilien bis Accessoires. Es ist bundesweit der einzige Designwettbewerb, der sich explizit mit Ressourcenschonung und CO2-Reduzierung im Design auseinandersetzt.
(Nachwuchs-) Designer/innen und Kreative im Handwerk sind aufgefordert, durch die Verwendung und den Gebrauch von Rest- und Altmaterial den „verborgenen Sinn weggeworfener Dinge“ zu entdecken und nutzbar zu machen. Die Eintwicklungen sollen im Rahmen der Beschäftigungsförderung oder von Handwerksbetrieben in „kleiner“ oder „größerer“ Serie hergestellt werden können.
Karin Barth
- PR / Pressesprecherin -
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