Gesellschaft Freunde der Künste

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Programm der Kurzfilmtage online: www.kurzfilmtage.de

Die Profil-Programme der Kurzfilmtage: Drei Kurzfilmer und eine Künstlerbewegung

Mit ihren Profilen würdigen die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen traditionell einzelne Persönlichkeiten und wichtige Bewegungen des Kurzfilms.

2010 reicht die Bandbreite von Indien bis nach Schweden, mit Programmen zum New Yorker No Wave-Movement der 1970er und 80er Jahre, zu dem jungen indischen Experimentalfilmer Amit Dutta, zu Gunvor Nelson (USA/Schweden), einer der Pionierinnen des Experimentalfilms der 1950er und 60er Jahre, und zum amerikanischen Künstler und Filmemacher Fred Worden (USA). Die Kurzfilmtage erwarten zu allen vier Programmen Gäste und Filmemacher. 

No Wave

Die Produktionen waren billig, die Darsteller rotzfrech, Film orientierte sich am Musik-Underground. New York in den Jahren 1978 bis 1982: Während die Stadt einem Trümmerhaufen glich, machte sich eine junge Generation unter dem Banner "No Wave" an den Ausbruch aus diesem Verfallsklima.

Das Programm versammelt die wichtigsten Super 8- und Video-Arbeiten dieser Zeit. Mit Filmen von Vivienne Dick, Beth & Scott B und James Nares sowie einer Europapremiere von John Lurie. In Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum, Wien.

Vier Programme am 30. April und 3. Mai 2010 

Amit Dutta

Zwischen indischer Mythologie und persönlicher Symbolik oszillieren die Werke Amit Duttas, dessen einzigartige Bildsprache oft mit Sergej Paradshanov verglichen wird. Obwohl erst 1977 geboren, gilt der Absolvent des Film and Television Institute of India schon jetzt als einer der wichtigsten experimentellen Filmemacher des Subkontinents.

Mit Keshkambli (2003) machten ihn die Kurzfilmtage auch in Europa bekannt, 2007 erhielt er in Oberhausen den FIPRESCI-Preis für Kramasha (2007).

Zwei Programme am 30. April 2010 

Gunvor Nelson

Die schwedisch-amerikanische Künstlerin Gunvor Nelson gehört zu den bedeutendsten Experimentalfilmerinnen ihrer Generation. Geprägt von der San Francisco Bay Area der 1950er und 60er Jahre hatte sie seit ihrem Debüt 1965 einen enormen Einfluss auf den amerikanischen Avantgardefilm.

Zu ihrem Werk gehören legendäre Arbeiten wie Schmeerguntz (1966) oder die berühmte Striptease-Satire Take-Off (1972). 1992 zog Nelson zurück nach Schweden, arbeitete aber weiter auf Film und später auf Video, das seit 1998 ihr bevorzugtes Medium ist.

Zwei Programme am 2. und 3. Mai 2010 

Fred Worden

Fred Worden, einer der ironiemächtigsten Meister der US-Avantgarde, realisierte seit den frühen 1970ern über zwei Dutzend kürzere Arbeiten, zuerst auf 16mm, ab 2004 dann auf DV. Im Zentrum seines Schaffens steht das Experimentieren mit der Trägheit der menschlichen Wahrnehmung:

Gesucht wird in Werken wie Throbs (1972) oder When Worlds Collude (2008) eine Poesie des reinen Fließens - dass man am Ende dann doch stets einen Sinn findet in Wordens radikalen Verknappungen hat etwas Tröstliches.

Zwei Programme am 1. und 3. Mai 2010

Oberhausen, 30. März 2010

Pressekontakt:

Sabine Niewalda, Fon 0208 825-3073, niewalda@kurzfilmtage.de 

Sabine Niewalda
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56. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen: 29. April - 4. Mai 2010