Die vom Unterhaus berufene Fachjury wählt die Preisträger, die mit dem Deutsche Kleinkunstpreis 2014 ausgezeichnet werden. Dieser Preis wurde vor 42 Jahren vom Mainzer Forum-Theater unterhaus gestiftet.
Der erste Preisträger im Jahre 1972 war Hanns Dieter Hüsch.
Der Deutsche Kleinkunstpreis ist der älteste deutsche Preis, der in den Sparten Kabarett, Chanson/Lied/Musik und Kleinkunst verliehen wird und mit jeweils € 5.000 dotiert ist. Den mit € 5.000 dotierten Förderpreis stiftet die Stadt Mainz, den ebenfalls mit € 5.000 dotierten, ab 2008 vergebenen Ehrenpreis stiftet das Land Rheinland-Pfalz.
Der Deutsche Kleinkunstpreis ist mit insgesamt 25.000 Euro der höchst dotierte Preis seiner Art in Deutschland und gilt zugleich als die bedeutendste Auszeichnung auf allen Gebieten der Kleinkunst.
Die Preisträger des Jahres 2014 sind:
HG.Butzko (Kabarett)
Knuth und Tucek (Chanson/Musik/Lied)
Ohne Rolf (Kleinkunst)
Klaus Eckel Förderpreis der Stadt Mainz)
Franz Hohler (Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz)
Moderation: Volker Pispers
Deutscher Kleinkunstpreis 1995
Die Preisverleihung wird gesendet von verschiedenen Rundfunk-Anstalten, von 3sat (SO 23.03. um 20.15 Uhr), ZDF (FR 28.03. um 00.50 Uhr) und ZDFkulturkanal (SO 20.04. um 00.25 + 2.40 Uhr).
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2014 in der Sparte Kabarett erhält HG.Butzko
Damit zeichnet die Jury einen politischen Kabarettisten aus, der mit anspruchsvoller Komik und analytischer Schärfe selbst höchst komplexe Zusammenhänge darstellt.
Er ist ein Meister des investigativen Kabaretts, wie er besonders in seiner satirischen Interpretation der Finanzkrise unter Beweis stellt.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2014 in der Sparte Chanson/Lied/Musik erhalten Knuth & Tucek
Damit zeichnet die Jury ein Duo aus, das für das kabarettistische Lied neue Worte und Töne findet. Mit engelsgleichen Stimmen, auf hohem musikalischen Niveau hauen Nicole Knuth und Olga Tucek ein – auf unsere trägen Ansichten und engherzigen Meinungen. Das Schweizer Duo ist bitterböse, aber gerecht, virtuos, aber auf dem Boden. Einfach zwei gute Kleinkunst-Prachtweiber.
Den DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2014 in der Sparte Kleinkunst erhält Ohne Rolf
Damit zeichnet die Jury ein Duo aus, das mit seinem Plakatumblätterkabarett eine verblüffende Spielform entwickelt hat. Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg begeistern mit einer eigenständigen Mischung aus absurdem Theater und philosophischem Kabarett. Noch nie war Lesen so wunderbar, aufregend und herrlich unterhaltsam.
Den Förderpreis der Stadt Mainz zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2014 erhält Klaus Eckel
Damit zeichnet die Jury einen Wiener Künstler aus, der sich permanent neu erfindet und mit seiner bildhaft skurrilen Betrachtungsweise, originellem Witz und hoher Pointendichte banale Dinge und Geschehnisse zu genialen gedanklichen Konstrukten fortspinnt. Kein Wort ist bei ihm überflüssig, kein Satz entbehrlich.
Den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum DEUTSCHEN KLEINKUNSTPREIS 2014 erhält Franz Hohler
Damit zeichnet die Jury den großartigen Schweizer Geschichtenerzähler aus. Mit Cello oder Merkheft entführt er das Publikum in eine scheinbar heile Märchenwelt, um es dann mit gezielten Attacken wieder in die rauhe Wirklichkeit zurückzuholen – ein phantasievoller Moralist, der mit feinem Humor seine Mitmenschen sanft an die Hand nimmt.
Ute Nebel, Vorsitzende der Jury
Daniela Tratschitt
Pressearbeit
unterhaus • Mainzer Forum-Theater gGmbH • Münsterstr. 7 • 55116 Mainz
Büro: Walpodenstr. 1 • 55116 Mainz


Der Deutsche Kleinkunstpreis ist der älteste deutsche Preis, der in den Sparten Kabarett, Chanson/Lied/Musik und Kleinkunst verliehen wird, Knut und Tucek, Foto: Christoph Hoigné
Erfindet sich permanent neu: Klaus Eckel, Quelle Veranstalter
Ein Meister des investigativen Kabaretts: HG Butzko, Quelle Veranstalter
Mischung aus absurdem Theater und philosophischem Kabarett, Ohne Rolf, Quelle Veranstalter
Schweizer Geschichtenerzähler, Franz Hohler, Foto: Christian Altorfer