Die „Norma“ war eine der Glanzpartien von Maria Callas. Normas berühmtes Gebet „Casta Diva“ gehört zum Ergreifendsten, was die Epoche des Belcanto überhaupt hervorgebracht hat. Selbst Richard Wagner bekannte, Bellinis Melodien seien „schöner als Träume“. „Norma“ ist im präfranzösischen Gallien angesiedelt. Die Handlung, die zur Zeit der römischen Besetzung Galliens im Jahre 50 vor Christus spielt, enthält alles, was eine gute Oper ausmacht: Große Emotionen und Leidenschaften, die sich an den sozialen Grenzen und Gesetzen brechen und entzünden. Die Druidenpriesterin Norma liebt den römischen Besatzungsoffizier Pollione und gebiert ihm heimlich zwei Kinder.
Der hat sich in die Novizin Adalgisia verliebt und verrät Norma. Sie wählt den Tod auf dem Scheiterhaufen, doch Pollione bereut und geht mit ihr gemeinsam in die Flammen. Bellini schrieb dafür eine Musik, die seinem Credo voll entspricht: Oper solle „durch ihren Gesang weinen, schaudern, sterben machen.“ Für diese Inszenierung kehrt Regisseur Philipp Himmelmann, der u. a. die spektakuläre „Tosca“ bei den Bregenzer Festspielen 2007 inszenierte, nach Bremen zurück.
Besetzung
Musikalische Leitung Daniel Montané
Inszenierung Philipp Himmelmann
Kostüme Gesine Völlm
Bühnenbild Hermann Feuchter
Chöre Tarmo Vaask
Pollione (Sever) Luis Olivares Sandoval
Orovisto Jose Gallisa
Norma Kelly Cae Hogan
Adalgisa Tamara Klivadenko
Klothilde Eun-Kyung Um
Flavius Christian-Andreas Engelhardt
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Aufführungen bis zum 27.5.2010
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Vincenzo Bellini © naxos.com 1Bild