Siegfried, Prinzensohn aus den Niederlanden, landet am Hof der Burgunder in Worms am Rhein. Dort verliebt er sich leidenschaftlich in die Schwester des Königs Gunther, Kriemhild. Gunther stellt aber Bedingungen an den Helden Siegfried: Er soll ihm bei der Werbung um Brunhild, der Königin von Isenland, helfen. Die wehrhafte Brunhild lässt sich nämlich nur von dem Mann erobern, der es schafft, sie auch körperlich zu besiegen.
So wird ein Pakt geschlossen, der die europäische Welt grundlegend verändert. Siegfried, der nicht nur im Besitz des legendären Nibelungenschatzes und eines magischen Schwerts ist, sondern auch über eine Tarnkappe verfügt, soll unsichtbar Gunther im Zweikampf mit Brunhild unterstützen. Die List gelingt, und Gunther kann die starke Brunhild besiegen. Doch der Betrug fliegt auf. In einer beispiellosen Schlacht kommt es zum finalen Untergang Burgunds …
Die um 1200 anonym aufgezeichnete Nibelungensage thematisiert die fatale Verbindung von skrupellosem Machtstreben und menschlicher Schwäche. In Friedrich Hebbels Bearbeitung um 1860 galt der Stoff als deutsches Nationalepos, das bis ins 20. Jahrhundert einer ideologischen Vereinnahmung diente und die Rezeption der Sage prägte.
Martin Oelbermann schöpft für sein Projekt aus dem reichhaltigen Fundus des mittelalterlichen Stoffes. Mit modernen theatralen Mitteln versucht er einen neuen, freien Blick auf den großen europäischen Mythos über Macht, Liebe und Verrat zu schaffen.
Martin Oelbermann (*1969) studierte Text and Performance Studies an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Für die Uraufführung von Elfriede Jelineks „Die Liebhaberinnen“ am Düsseldorfer Schauspielhaus bekam er beim NRW-Theatertreffen 2003 den Sonderpreis der Jury. Weitere Arbeiten zeigte er am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspielhaus Graz, am Volkstheater Wien und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Am Staatstheater Mainz brachte er bereits mehrfach große Stoffe in eigener Bearbeitung auf die Bühne.
Besetzung
Inszenierung Martin Oelbermann
Bühne und Kostüme Marc Thurow
Kontakt
Staatstheater Mainz GmbH
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz
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Weitere Vorstellungen am 1., 6., 11., 22. und 25. April; 3., 8., 20. und 25. Mai; 6. 12. und 13. Juni 2010 – jeweils 20 Uhr.
Vorstellungsdauer: 1:30 Stunden, keine Pause
Presse
Sabine Rüter
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Links
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