Robert Dahms hat sich im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Kultur eines unbearbeiteten Kapitels der bedeutenden Sammlung Spielzeug des Altonaer Museums angenommen: Figuren der Marken »Elastolin« und »Lineol«, Höhepunkte des Phänomens Massefigur, denen man vor allem in Form von Tieren für Bauernhöfe und Zoos oder Figuren ›heroischer‹ Art (Ritter, Soldaten, Indianer und Cowboys) begegnet.
Die Figuren von »Elastolin« und »Lineol« sind zusammengesetzte Drückermassen aus Roggenmehl, Leim und Sägemehl. So besteht die »Elastolin«-Masse (mit ovalem Sockel) aus Sägemehl, Kaseinleim und Kaolin (was die Schrumpfung verhindert). »Lineol«-Figuren (mit rechteckigem Sockel) enthalten außerdem Leinöl (daher der Name) und Baumharze. Alle Figuren stabilisiert ein inneres Drahtskelett. Die Masse wird in Formen aus Zinn oder Messing gegossen und unter Druck und Hitze gehärtet.
Der Trocknung folgen Entgraten der Gussnaht, Bemalung und Lackierung. Die spröde Masse reagiert auf Luftfeuchtigkeit und Schlag; die Figuren bilden dann Risse, worauf, ähnlich wie bei Eisenbeton, das innere Metall korrodiert und das Gefüge zersprengt. Für Museen eine konservatorische Herausforderung.
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Altonaer Museum für Kunst und Kulturgeschichte
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