Eine Supermarkt-Kassiererin ist das Alltäglichste, was es gibt, und zugleich ist sie doch ein unbekanntes Wesen. Für die meisten reduziert sich ihre Existenz wohl auf das monotone Piepsen, das die Ware beim Schieben über den Scanner erzeugt und – vielleicht – auf einige lustlos wiederholte Redewendungen: »Ist das alles?« oder »Macht 9,99.« Doch sind wir mal ehrlich: Wann haben wir uns jemals Gedanken darüber gemacht, was diese – zumeist – Frauen, eingesperrt hinter ihrer Kasse empfinden und was sie vor allem über uns Kunden denken? Denn niemand sieht Tag für Tag so viele unterschiedliche Menschen an sich vorbeiziehen wie eine Kassiererin. Und darum ist wohl niemand besser geeignet, eine Typologie des Alltagsmenschen anzufertigen: vom notorischen Stänkerer über den lästigen Fragensteller bis hin zum Möchtegern-Charmeur.
Mit dem Buch Die Leiden einer jungen Kassiererin ist der französischen Literaturwissenschaftlerin Anna Sam, die nach dem Studium acht Jahre hinter einer Kasse arbeitete, ein Kleinod ironischer Menschenbeobachtung gelungen. Eine sozialkritische Botschaft an alle, die über Einfühlungsvermögen verfügen und bereit sind, das Komische in der eigentlich traurigen Achtlosigkeit unserer Zeitgenossen zu erkennen.
Am 26. Januar 2009 erschien das Buch Die Leiden einer jungen Kassiererin auf Deutsch.
Besetzung
Inszenierung Michael Heicks
Bühne und Kostüme Jürgen Höth
Dramaturgie Katrin Michaels
Regieassistenz Johanna Zielinski
Mit Omar El-Saeidi, Charlotte Puder
Aufführungen bis zum 18.4.2010
Kontakt
Theater Bielefeld
Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld
Brunnenstraße 3-9
33602 Bielefeld
Presse
Nadine Brockmann
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