Wenn es um historische Aufführungspraxis, um Originalklang geht, dann führt kein Weg an der Cappella Coloniensis vorbei. Schließlich ist das 1954 gegründete Orchester das weltweit erste, das sich dem klassischen und barocken Repertoire mit Originalinstrumenten genähert hat.
Als sich das Ensemble 2004 nach 50jähriger Zusammenarbeit vom WDR löste, wählten die Musiker den angesehenen Dirigenten Bruno Weil zu ihrem ersten Musikalischen Leiter.
Originalklang auf der einen Seite, moderne Vortragsprinzipien auf der anderen: Bruno Weil verbindet beides zu einer lebendigen, zeitgemäßen Aufführungspraxis. Zum 200. Todestag widmete die Philharmonie Essen dem Komponisten Joseph Haydn einen Konzertzyklus, der in diesem Jahr seine Fortsetzung findet.
Die großen Sinfonien sowie „Die Schöpfung“ standen bereits auf dem Programm. Jetzt wendet sich Bruno Weil dem nicht weniger populären Opus „Die Jahreszeiten“ zu, Haydns zweitem großen Oratorium. Von Anfang an erfreute sich dieses Werk sehr großer Beliebtheit.
Die österreichische Kaiserin selbst sang bei einer der ersten Aufführungen am Kaiserlichen Hof in Wien die Sopranpartie. Kann es eine höhere Auszeichnung für einen Komponisten geben? – Beim Philharmonie-Konzert am Sonntag, 21. März 2010 um 17 Uhr im Alfried Krupp Saal sind Sibylla Rubens (Sopran), Jan Kobow (Tenor) und Hanno Müller-Brachmann (Bass) als Gesangssolisten sowie der Tölzer Knabenchor zu erleben.
Konzert mit Dirigent Bruno Weil am Sonntag, 21. März 2010 um 17 Uhr im Alfried Krupp Saal
Gefördert von der Kulturstiftung Essen.
Karten (Preise (€): 65,-/60,-/48,-/35,-/30,-/15,- zzgl. Vorverkaufsgebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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