In Halle an der Saale werden schon die Werbetrommeln gerührt. Denn im Juni gehen dort wieder die international renommierten Händel-Festspiele über die Bühne, mit thematischen Schwerpunkt auf Händels Aufenthalt und Wirken im benachbarten Dresden. Und im Vorfeld dieses wichtigen Kulturereignisses wurde der Händel-Preisträger 2011 bekannt gegeben.
Nachdem im vergangenen Jahr mit der Mezzo-Sopranistin Cecilia Bartoli und in früheren Ausgaben mit Künstlern wie Christopher Hogwood, Marc Minkowski oder Trevor Pinnock Musiker geehrt wurden, geht die Auszeichnung in diesem Jahr an den Musikwissenschaftler Wolfgang Ruf. Er war von 1995 bis 2009 Präsident der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e.V. und hat sich unter anderem in dieser Funktion nachhaltig um die Verbreitung und Erforschung der Oeuvres von Georg Friedrich Händel verdient gemacht. Die Auszeichnung wird im Rahmen des Eröffnungskonzertes der Händel-Festspiele am 2.Juni 2011 in Halle überreicht.
Quelle: www.klassikakzente.de
Bekanntgabe des Händel Preisträgers 2011 der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus.
In diesem Jahr ehren die Stadt Halle und die Stiftung Händel-Haus den Musikwissenschaftler Herrn Prof. Dr. Wolfgang Ruf mit dem „Händel-Preis der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus“. Herr Prof. Ruf war von 1995 bis 2009 Präsident der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e.V. und tritt in die Fußstapfen von Cecilia Bartoli, die den Preis im vorigen Jahr in Empfang nehmen
konnte.
Im Rahmen einer Pressekonferenz teilte Dagmar Szabados, Oberbürgermeisterin der Stadt Halle und Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Händel-Haus, mit, dass sich das Kuratorium der Stiftung Händel-Haus auf der Basis einer Empfehlung des Fachbeirats einstimmig dafür ausgesprochen hat, den diesjährigen Händel-Preis Prof. Dr. Wolfgang Ruf in Würdigung seiner besonderen Verdienste um das Werk Georg Friedrich Händels zu verleihen. Herr Prof. Ruf hat sich seit Jahren für Erforschung und Verbreitung der Musik Georg Friedrich Händels engagiert: als Präsident der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft, als Editionsleiter der Halleschen Händel-Ausgabe und im Rahmen seiner Professur am Institut für Musik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dabei hat er nicht nur immer wieder Leben und Werk Händels, sondern darüber hinaus auch die Musikgeschichte Sachsen-Anhalts intensiv erforscht.
Prof. Dr. Wolfgang Ruf studierte Musikwissenschaft bei Hans Heinrich Eggebrecht und Rolf Dammann. 1974 schrieb er seine Dissertation über das Thema: Die Rezeption von Mozarts „Le Nozze di Figaro“ bei den Zeitgenossen. Die Habilitation und Professuren in Mainz und schließlich Halle folgten. Von 1995 bis 2009 war er Präsident der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e.V. und bis 2007 Leiter des Editorial Board der Hallischen Händel-Ausgabe. Auch die Planungen der wissenschaftlichen Konferenzen während der Händel-Festspiele lagen in seiner Hand.
Die Auszeichnung wird für besondere künstlerische, wissenschaftliche oder kulturpolitische Leistungen, die im Zusammenhang mit der internationalen Händel-Pflege in Halle stehen, an Einzelpersönlichkeiten oder Ensembles vergeben. Neu ist seit diesem Jahr die Nennung der Auszeichnung selbst: Händel-Preis der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus. Der Händel-Ehrenpreis wird in Form einer Urkunde und einer aus Gold sowie Emaille gefertigten Anstecknadel, welche die Noten aus Händels „Messiah“ zeigt, überreicht. Die Übergabe an den Preisträger
erfolgt traditionell während der Händel-Festspiele in Halle und er wird bei den Händel-Festspielen 2011 im Rahmen des Eröffnungskonzertes in der Georg-Friedrich-Händel Halle am Donnerstag, dem 2. Juni 2011 verliehen.
Einige Händel-Preisträger der letzten Jahre sind: Nicholas McGegan (1993), Axel Köhler (1994), Winton Dean (1995), Howard Arman (1996), Emma Kirkby (1997), Helmut Gleim (1998), Trevor Pinnock (1999), Prof. Dr. Donald James Burrows (2000), Sir John Eliot Gardiner (2001), Jean-Claude Malgoire (2002), Marc Minkowski (2003), Wolfgang Katschner (2004), Stanley Sadie (2005), Klaus Froboese (2006), Paul Goodwin (2007) Christopher Hogwood (2008), Jordi Savall (2009) und Cecilia Bartoli (2010).
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