Im Rahmen des Berliner Wissenschaftsjahres 2010 eröffnete das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité am 26. März 2010 eine neue Sonderausstellung über die faszinierende Geschichte der Charité.
Unter dem Titel „Charité. 300 Jahre Medizin in Berlin“ informiert das Museum über die großen medizinischen Herausforderungen, zentrale medizinische Persönlichkeiten und Forscherleistungen aus drei Jahrhunderten Medizin in Berlin. Die Ausstellung ist bis zum 27. Februar 2011 zu sehen.
Im Jahr 2010 wird die Charité - Universitätsmedizin Berlin 300 Jahre alt. Weltweit steht sie heute für exzellente medizinische Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Die Ausstellung blickt zurück und fragt, wie die Charité zu dem geworden ist, was sie heute darstellt.
Sie zeigt das Krankenhaus eingebettet in die Entwicklung Berlins als Stadt und medizinischer Kosmos. Über drei Jahrhunderte hinweg ruft sie die jeweils großen, im Vordergrund der öffentlichen und medizinischen Wahrnehmung stehenden Seuchen und Krankheitsbilder auf, wie etwa Syphilis, Diphtherie und Krebs, die letztlich auch die Charité in spezifischer Weise prägten.
Gezielt recherchierte Objekte - vom Aderlass-Schnepper bis zum Transfusionsgerät - veranschaulichen die Zusammenhänge. Vorgestellt wird das Krankenhaus in einem über die Zeiten hinweg immer komplexer werdenden Umfeld bedeutender medizinischer Einrichtungen.
Dabei geht es um die militärärztliche Akademie, das renommierte Institut für Infektionskrankheiten Robert Kochs oder die städtischen Kliniken.
Die Ausstellung präsentiert überdies die Forschungsleistungen zahlreicher Persönlichkeiten, die sich mit ihren Ideen und Erkenntnissen in den Gang der Berliner Medizin eingeschrieben haben.
Bleibende Verdienste kommen dabei ebenso zur Sprache wie Irrwege und – etwa bezogen auf die Zeit des National¬sozialismus – fatale Abwege. Zusammengeführt wird die Ausstellung schließlich in einer Vernetzung aktueller Themen, mit welchen sich die Charité-Medizin heute auseinandersetzt.
Zusammen mit der Dauerausstellung „Dem Leben auf der Spur“ führt das Medizinhistorische Museum bewusst mehrere Male durch 300 faszinierende Jahre Berliner Medizin.
So spiegelt sich die Entwicklung der Charité in der Geschichte der Krankheiten und Persönlichkeiten, des Seziersaals und Labors und in der fachgerechten Reaktion auf die Bedürfnisse der Kranken.
Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité ist inzwischen zu einer weltweit geachteten und nachgefragten Einrichtung seiner Art geworden. Rund 120.500 Gäste aus dem In- und Ausland besuchen das Museum jährlich.
Gerade Schüler höherer Jahrgangsstufen sowie Auszubildende und Studierende in medizinischen Berufen, aber auch sehr viele interessierte Laien nutzen die verschiedenen Ausstellungen, um sich über medizinische sowie kultur- und wissenschaftsgeschichtliche Zusammenhänge zu informieren. In ihrer Einzigartigkeit stellt die Einrichtung eine besondere Attraktion der Berliner Museumslandschaft dar.
Kontakt:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Tel.: 030 / 450 536 156
Fax: 030 / 450 536 905
E-Mail: bmm@charite.de

