Gesellschaft Freunde der Künste

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Die Bürger haben ein Recht auf Kultur und auf ihr Theater

Die größte Demo in NRW seit dem Ausbruch der Theaterkrise! - Ein beeindruckender Protestmarsch

1.500 Mitarbeiter/innen der Theater und Philharmonie Essen, Bürger/innen und Politiker verschiedener Parteien wehren sich entschlossen gegen die Zerschlagung ihres Theaters! Die größte Demo in NRW seit dem Ausbruch der Theaterkrise!

Mit einem beeindruckenden Protestmarsch demonstrierten heute die Mitarbeiter/innen der Theater und Philharmonie Essen (TUP) in der Innenstadt. Sie wollten damit einerseits ihren Einsparungswillen bekunden und sich andererseits gegen die Zerschlagung ihres Theaters und gegen Spartenschließungen wehren. Denn dies würden die erneuten Einsparungsvorlagen der Stadt Essen mit sich bringen.

Die Demonstration startete am Aalto-Theater, eine Zwischenkundgebung fand vor dem Grillo Theater statt und am Ende gab es vor dem Rathaus eine Schlusskundgebung. Die Theaterbeschäftigten protestierten auf ihre Art:

Es gab künstlerische Beiträge von Schauspiel, Ballett, Oper und Orchester, geschminkte und kostümierte Demonstranten machten aus dem Protestmarsch einen Widerstand der besonderen Art.

Auf der Kundgebung vor dem Grillo Theater wurden der Bund und das Land auf ihre Verantwortung gegenüber den Kommunen hingewiesen. Es wurde kritisiert, dass für Verteidigung und Rüstung über 31 Milliarden Euro ausgegeben werden, für Kultur hingegen von Bund, Ländern und Kommunen nur 8 Milliarden Euro.

Die über 400.000 Besucher aus allen Alters- und Sozialgruppen, die Jahr für Jahr die Spielstätten der TUP aufsuchen, haben ein Recht auf Kultur und auf ihr Theater.

Die Beschäftigten der TUP freuen sich über die große Solidarität der Bevölkerung und sind begeistert von den über 18.000 Unterschriften, die in zwei Wochen zustande kamen.

Adil Laraki

Betriebsratsvorsitzender Theater und Philharmonie Essen